Zyklon Mitchell trifft als schwere Stufe 3 auf die Küste – Pilbara-Region im Ausnahmezustand
Die nordwestaustralische Region Pilbara bereitet sich auf die Ankunft eines schweren tropischen Wirbelsturms vor. Der Zyklon Mitchell hat sich zu einem System der Kategorie 3 intensiviert und wird voraussichtlich mit verheerenden Winden und sintflutartigen Regenfällen auf die Küste treffen. Die Behörden haben die Bevölkerung angewiesen, sich sofort in Sicherheit zu bringen.
Notfallmaßnahmen laufen – Region droht abgeschnitten zu werden
Evakuierungszentren wie das Karratha Leisureplex füllen sich mit Menschen, die aus als „rote Zonen“ gekennzeichneten, tief liegenden Gebieten fliehen, die von Sturmfluten bedroht sind. Der State Emergency Coordinator warnte, dass es „eine lange Nacht“ werde und Rettungskräfte nicht mehr ausrücken könnten, sobald Orkanböen einsetzen. Eine konkrete Gefahr stellt die Isolation der Region dar: Sollte die Hauptstraße, wie vorhergesagt, überflutet werden, wären die Städte tagelang vom Rest Australiens abgeschnitten.
Der Wirbelsturm bewegt sich laut dem Bureau of Meteorology langsamer als erwartet, was ihm erlaubt, mehr Energie aus dem ungewöhnlich warmen Ozeanwasser zu ziehen und weiter an Stärke zu gewinnen. Böen von über 170 km/h werden erwartet. Die Stadt Karratha befindet sich im direkten Einzugsgebiet des Sturms.
Ein beklemmendes Detail aus den betroffenen Gemeinden ist der Terror von Familien, die sich in Badezimmern zusammendrängen und dem Ächzen ihrer Dächer unter der Wucht des Windes lauschen.
Wirtschaftlicher Stillstand und klimatischer Kontext
Das Ereignis hat gravierende wirtschaftliche Folgen. Der Hafen von Port Hedland, der größte Massengut-Umschlaghafen der Welt, wurde geschlossen. Diese Maßnahme kostet die Wirtschaft nach Schätzungen Millionen von Dollar pro Stunde, Kosten, die letztlich die globalen Märkte tragen müssen.
Klimawissenschaftler weisen darauf hin, dass Zyklone zwar nicht unbedingt häufiger, aber intensiver werden. Mitchell passt genau in dieses Profil: Er entwickelte sich in weniger als 24 Stunden von einem tropischen Tief zu einem schweren Zyklon, angetrieben von überdurchschnittlich hohen Wassertemperaturen.
Bis Sonntagmorgen könnte die Landschaft im Nordwesten Australiens radikal verändert sein. Die Wiederaufbauarbeiten werden sich nicht in Tagen, sondern in Monaten bemessen. Der Zyklon Mitchell markiert einen weiteren düsteren Meilenstein in einer Saison der Extreme.