X hat aktuell technische Probleme: Tausende melden Ausfälle nach Grok-Unglück
Am Nachmittag des 16. Januar 2026 berichteten tausende Nutzer von X, der ehemaligen Twitter-Plattform, von massiven Problemen auf der Website und der mobilen App. Laut Downdetector, einer Plattform, die Echtzeit-Online-Ausfälle überwacht, trat der größte Teil der Störungen im Vereinigten Königreich auf, besonders in Glasgow, während auch in anderen großen Städten wie Manchester, Birmingham und London zahlreiche Meldungen eingingen.
Die offizielle Website von X zeigt derzeit eine Fehlermeldung, die auf ein Timeout-Problem mit Cloudflare hinweist. Über 14.800 Nutzer gaben an, von den Störungen betroffen zu sein, wobei 58 Prozent die App und 33 Prozent die Website betrafen. Weitere 7 Prozent meldeten Probleme mit ihren Feeds.
Die betroffenen Nutzer wandten sich in Massen an Downdetector, um ihre Erfahrungen zu teilen und Standorte zu melden, an denen die Störungen auftraten. Einer der Nutzer berichtete, dass er „keine Chat-Nachrichten beantworten konnte, da ständig eine Verbindungstrennung angezeigt wird und der Feed nicht aktualisiert wird“. Ein anderer schrieb: „In Belfast (Nordirland) funktioniert die gesamte Seite nicht, es erscheint eine Fehlernachricht bei der Suchmaschine.“ Ein weiterer Nutzer spekulierte, dass es sich möglicherweise um einen DDoS-Angriff handelt, da der britische Sender Sky den Ausfall als globalen Vorfall meldete.
Keine offizielle Stellungnahme von X
Bis jetzt hat sich X noch nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Diese technischen Schwierigkeiten treten nur wenige Tage nach der Ankündigung von Elon Musk auf, der als Besitzer von X erklärte, dass das Unternehmen nun Maßnahmen ergreifen würde, um die Bearbeitung von Bildern von echten Menschen in aufreizender Kleidung, wie Bikinis, zu verhindern. Diese Entscheidung wurde nach wachsender Kritik an der Nutzung von Xs eigener KI-Software „Grok“ getroffen, mit der manipulierte, sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern erzeugt wurden.
Am 14. Januar 2026 erklärte X in einem Post, dass eine neue Richtlinie in Kraft tritt, die es Nutzern in Ländern, in denen dies illegal ist, verbietet, Bilder von realen Menschen in Bikinis, Unterwäsche oder ähnlicher Kleidung zu erstellen. Diese Regelung betrifft alle Nutzer, einschließlich bezahlter Abonnenten. Darüber hinaus wird die Möglichkeit zur Bildbearbeitung exklusiv auf Premium-Nutzer beschränkt. Das Unternehmen sagte, dass dies dazu beitragen werde, Missbrauch vorzubeugen und strafrechtliche Verantwortung für etwaige Verstöße durch „Grok“-Nutzer zu ermöglichen.
Es bleibt abzuwarten, wie X auf die jüngsten Ausfälle reagieren wird. Experten und Beobachter warten gespannt auf weitere Details und eine Stellungnahme des Unternehmens, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die geplante neue Richtlinie und die laufenden Untersuchungen durch britische Behörden.