Studie zeigt: Hypnosetechniken können Hitzewallungen lindern
Die Anwendung von Hypnosetechniken hat sich als wirksam erwiesen, um die Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen bei menopausalen Frauen zu reduzieren, wie eine neue Studie zeigt. Forscher der Baylor University in Texas berichteten in der Fachzeitschrift Jama Network Open, dass die Ergebnisse klinisch signifikant sind.
Im Rahmen der randomisierten kontrollierten Studie nahmen 250 Frauen teil, die alle postmenopausal waren und mindestens vier Hitzewallungen pro Tag oder 28 pro Woche erlebten. Die Frauen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe hörte täglich 20 Minuten lang aufgenommene Hypnose-Sitzungen, während die andere Gruppe als Kontrollgruppe „weißen Rauschen“ lauschte, das als Scheinintervention bezeichnet wurde.
Hypnose zeigt deutliche Vorteile
Die Frauen in der Hypnosegruppe erlebten deutlich größere Verbesserungen bei der Häufigkeit und Intensität der Hitzewallungen im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die durchschnittlichen Hitzewallungswerte in der Hypnosegruppe sanken innerhalb von sechs Wochen um mehr als die Hälfte (von 88,7 auf 41,3), was einer Reduktion von 53,4 % entspricht. Im Vergleich dazu reduzierte sich der Wert in der Kontrollgruppe nur um 40,9 %, von 94,6 auf 55,9.
Die Teilnehmerinnen der Hypnosegruppe berichteten zudem von einer signifikant stärkeren Verbesserung ihrer Lebensqualität, da die Störung durch Hitzewallungen um 49,3 % verringert wurde, im Vergleich zu 37,4 % in der Kontrollgruppe. 90,3 % der Frauen in der Hypnosegruppe gaben an, von der Methode zu profitieren, im Gegensatz zu nur 64,3 % in der Kontrollgruppe.
Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass „selbst angewandte klinische Hypnose eine sichere und wirksame Methode zur Behandlung von Hitzewallungen darstellt“, da sie eine erhebliche Verbesserung der Symptome und der Lebensqualität der Teilnehmerinnen bewirkte.