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Wissenschaft

„Kannibalische“ Sonnensturm könnte stärkster seit 20 Jahren werden, warnen Experten

Ein gewaltiger Sonnensturm, der als „Kannibalensturm“ bezeichnet wird, könnte die Erde in den kommenden Tagen stark beeinflussen, warnen Experten des British Geological Survey (BGS). Die Sonne befindet sich derzeit in einer aktiven Phase, die durch koronale Massenauswürfe (CMEs) gekennzeichnet ist – massive Eruptionen, die energetische Teilchen ins All schleudern und die Erde erreichen. Diese Sonnenaktivität wird voraussichtlich Kommunikationssysteme und Satellitennavigation stören und könnte die größten Auswirkungen seit über 20 Jahren haben.

Der BGS hat seine geomagnetische Vorhersage auf die höchste Intensitätsstufe angehoben, da die zweite Welle eines Sonnensturms, der bereits in dieser Woche begonnen hat, die Auswirkungen auf Raumfahrt und bodenbasierte Technologien weiter verstärken könnte. Erste Messungen von solaren energetischen Partikeln zeigen, dass die aktuellen Werte zu den größten seit 2005 gehören. Aufgrund dieser extremen Bedingungen hat die NASA beschlossen, einen geplanten Mars-Start zu verschieben. Die Mission, die zwei Mars-Raumfahrzeuge transportieren sollte, wurde aufgrund der „hochgradig erhöhten Sonnenaktivität“ verschoben.

Nordlichter könnten in Großbritannien sichtbar sein

Eine der ungewöhnlichen Folgen dieses intensiven Sonnensturms ist, dass die Nordlichter möglicherweise in Teilen des Vereinigten Königreichs zu sehen sein werden. Nach ersten Sichtungen im Nordosten Englands am Dienstag, könnten die spektakulären Lichterscheinungen auch in den kommenden Nächten verstärkt auftreten. Solche Ereignisse entstehen, wenn die Sonnenpartikel mit der Erdatmosphäre kollidieren und dort leuchtende Ausbrüche erzeugen – ein faszinierendes Naturphänomen, das von vielen als magisch wahrgenommen wird.

Die Met Office, das britische Wetteramt, erklärte, dass mehrere koronale Massenauswürfe die Erde in den letzten Tagen erreicht haben. Krista Hammond, Leiterin des Bereichs für Weltraumwetter bei der Met Office, erklärte, dass dieses Ereignis in seiner Intensität mit dem Sturm von Mai 2024 vergleichbar sei, der ebenfalls Aurora-Ausbrüche in großen Teilen von England und Wales verursachte. Während das gesamte Ausmaß der Störungen noch nicht abschließend absehbar ist, raten Experten dazu, auf mögliche Kommunikationsprobleme vorbereitet zu sein.

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Katrin Buhler

Katrin Bühler ist Redakteurin und Medienanalystin mit Schwerpunkt auf Technologie, Wissenschaft und Gesundheit. Sie analysiert gesellschaftliche Entwicklungen und digitale Trends und bereitet komplexe Themen verständlich und praxisnah auf.

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