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Wissenschaft

Kakamega Führt Die Liste Der Ksh 11B Klimafonds-Allokation An

Die National Treasury hat die Verteilung des Ksh 11,2 Milliarden schweren Klimafonds bekannt gegeben, wobei Kakamega, Nandi und Bungoma die größten Zuwendungen erhalten, während große Städte wie Nairobi und Mombasa bei diesem speziellen Fonds leer ausgehen.

Die Mittel, die im Rahmen des Programms für lokal geführte Klimaschutzmaßnahmen (FLLoCA) mobilisiert wurden, sollen vor allem ländlichen Gebieten zugutekommen, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Der Weltbank kommen dabei 5,7 Milliarden Ksh zu, während die deutsche KfW weitere 1,2 Milliarden Ksh beisteuert. Der Fonds ist darauf ausgelegt, diese Mittel direkt in die Hände der Dörfer zu legen, damit Projekte wie der Bau von Staudämmen, Aufforstungen und die Sicherstellung der Wasserversorgung in diesen Regionen vorangetrieben werden können.

Die Gewinner und Verlierer

Kakamega County hat mit Ksh 543,8 Millionen den größten Anteil des Fonds erhalten. Diese Zuwendung spiegelt die große ländliche Bevölkerung des Kreises wider und die Schlüsselrolle, die Kakamega im Wassersystem des Landes spielt. Auf den nächsten Plätzen folgen Nandi mit Ksh 403,8 Millionen und Bungoma mit Ksh 399,3 Millionen.

Gleichzeitig wurden Nairobi, Mombasa und Kiambu von dieser spezifischen Zuweisung ausgeschlossen. Der Grund dafür ist, dass der Fonds strenge Kriterien verfolgt, die auf ländliche Gebiete mit besonders hoher Klimavulnerabilität ausgerichtet sind. Dennoch gehen auch diese städtischen Kreise nicht leer aus und haben Zugang zu anderen, städtischen Klima-Finanzierungsströmen.

Die Verteilung der Mittel erfolgt auf Grundlage eines Performance-Formulars, bei dem 1,5% des Haushalts einer Gemeinde für Klimaschutzmaßnahmen vorgesehen sein müssen und funktionierende Klimaschutzkomitees auf der Ebene der Wards erforderlich sind. Besonders betont wird, dass das Geld nicht für Seminare oder Tagungsgebühren verwendet werden darf – es ist ausschließlich für Kapitalprojekte wie Wasserreservoirs, Solarbohrlöcher und drought-resistente Landwirtschaftsinitiativen gedacht.

Die Weltbank hat zudem strenge Kontrollmechanismen eingeführt: Jeder Gouverneur, der diese Mittel für nicht genehmigte Ausgaben wie den Kauf von Luxusfahrzeugen verwendet, wird umgehend von weiteren Zuweisungen ausgeschlossen.

Grüne Mittel, schwarze Realität

Der Zeitpunkt dieser Verteilung könnte nicht kritischer sein: Kenia kämpft derzeit mit extremen Wetterereignissen, darunter verheerende Überschwemmungen und langanhaltende Dürren. Für einen Bauern in Migori, der Ksh 361,5 Millionen erhalten hat, ist diese finanzielle Hilfe keine abstrakte Zahl. Sie könnte den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Ernte und Hungersnot ausmachen.

Allerdings bleibt die Frage der Mittelverwendung eine Herausforderung. In der Vergangenheit haben es die Bezirke häufig schwer gehabt, Entwicklungsgelder effizient zu nutzen. „Das Geld zu haben ist eine Sache“, sagte Klimaschutzaktivistin Elizabeth Wathuti. „Es auf die richtigen Projekte vor dem nächsten Dürrefall auszugeben, ist die wahre Prüfung.“

Der Blick richtet sich nun auf die Klimakomitees der Wards – sie sind die Hüter der Mittel. Werden sie Widerstandsfähigkeit aufbauen oder wird dieses Geld wie der Morgentau einfach verfliegen?

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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