EE bleibt unangefochten an der Spitze der britischen Mobilfunknetze
Seit über zwölf Jahren verteidigt der Mobilfunkanbieter EE seinen Titel als bestes Netzwerk im Vereinigten Königreich. Das geht aus dem aktuellen Halbjahresbericht des Analyseunternehmens RootMetrics hervor, der die Leistung der vier großen Netze EE, O2, Three und Vodafone von Juli bis Dezember 2025 untersuchte.
Umfangreiche Tests belegen klaren Vorsprung
Die Experten führten in dem Sechs-Monats-Zeitraum mehr als 600.000 Verbindungstests durch. Diese fanden zu Stoßzeiten und nachts statt, sowohl in Gebäuden als auch im Freien, in Regionen mit starkem und schwachem Empfang und selbst während der Fahrt auf Autobahnen in ganz Schottland, England, Wales und Nordirland.
Das Ergebnis ist eindeutig: EE gewann oder teilte sich den ersten Platz in allen acht getesteten Kategorien – Gesamtleistung, Zuverlässigkeit, Reaktionsfähigkeit, Geschwindigkeit, Daten, Anrufe und Video. Lediglich bei der Textnachrichten-Kategorie musste es sich den ersten Rang mit Three und O2 teilen.
Ein besonders auffälliger Unterschied zeigte sich bei den Download-Geschwindigkeiten. Die landesweite mittlere Geschwindigkeit von EE lag bei 114,1 Mbit/s. Das ist mehr als doppelt so schnell wie das nächstbeste Ergebnis von Three mit 53,8 Mbit/s.
„EE ist der unbestrittene Leader“, sagte Luke Kehoe, Analyst bei Ookla, dem Mutterkonzern von RootMetrics. Das Netz habe den Gesamtpreis in jeder Testphase seit der zweiten Hälfte des Jahres 2013 gewonnen.
Technologie und Konkurrenzsituation
Laut Ookla führt EEs aggressive Strategie zur Maximierung der Funkfrequenzen zum Erfolg. Obwohl EE nicht die größten zusammenhängenden 5G-Frequenzblöcke besitze, erreiche es die höchste mittlere 5G-Download-Geschwindigkeit und die beste Gesamtzuverlässigkeit am Markt. Der zu BT gehörende Anbieter nutze seine bestehende 4G-Infrastruktur besonders effektiv, um einen starken 5G-Dienst zu liefern.
Im Ranking folgt Three mit einer soliden Leistung auf dem zweiten Platz in fast allen Kategorien. O2 konnte seine Geschwindigkeit in Großstädten deutlich steigern und seine landesweite Zuverlässigkeit verbessern. Damit kletterte es im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 vom letzten auf den zweiten Platz hinter EE. Vodafone verzeichnete einen Rückgang bei den Auszeichnungen, bleibt laut Bericht aber in wichtigen Regionen wettbewerbsfähig.
Der Bericht erinnert Verbraucher daran, dass kleinere Anbieter – sogenannte Mobile Virtual Network Operators (MVNOs) wie Giffgaff oder Tesco Mobile – ihr Netz von einem der vier großen Betreiber mieten. Für Nutzer, die ihr Smartphone bereits besitzen, können sie eine günstige Monatspauschale ohne Vertragslaufzeit bieten.
Für eine endgültige Entscheidung bleibt der Rat, die Online-Abdeckungskarten der Netze zu prüfen, da die Signalstärke lokal variieren kann. Doch die aktuellen, umfangreichen Tests zeigen einen klaren und langjährigen Trend zugunsten von EE.