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Wissenschaft

Eden-Projekt-Gründer: „Die Welt ist besser, als wir denken“

Sir Tim Smit, der visionäre Gründer des weltberühmten Eden-Projekts, äußerte sich optimistisch über die Zukunft der Welt und wies auf die wachsende politische Polarisierung als vorübergehendes Symptom gesellschaftlicher Ängste hin. In einer Rede anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Ökoparks im britischen Cornwall stellte Smit fest, dass die Welt heute in vielerlei Hinsicht besser da stehe als zu Beginn des Jahrtausends.

Eine vorübergehende Angstwelle

Smit kritisierte die derzeitige politische Landschaft und bezeichnete den Aufstieg populistischer Bewegungen, wie etwa die von Reform UK, als Reaktion auf tief sitzende Ängste. „Es ist wie eine unüberlegte Nacht, die wir am nächsten Tag bereuen“, sagte der Eden-Projekt-Mitbegründer und hob hervor, dass solche extremen politischen Strömungen letztlich zu einer moralischen Neubewertung führen würden. Laut Smit seien diese Bewegungen keine dauerhaften Veränderungen, sondern vorübergehende Phasen, die aus der gesellschaftlichen Angst vor dem Verlust der Kontrolle über die Zukunft resultieren.

Er prognostizierte, dass diese politische „Lärmquelle“ nachlassen würde, sobald die Menschen erkennen, dass „gute Dinge vor der Tür stehen“. Diese Ängste, so Smit, würden sich auflösen, wenn die Menschen die Fortschritte und Möglichkeiten in der nahen Zukunft erkennen würden.

Der Mensch und die Ressourcen

Der 65-jährige Smit, bekannt für seine oftmals kontroversen Ansichten, sprach auch über den Zusammenhang zwischen Ressourcenknappheit und sozialer Harmonie. In einer Welt, die sich zunehmend mit Fragen der Klimakrise auseinandersetzt, warnte er davor, die Vergangenheit als „goldenes Zeitalter“ zu romantisieren. Vielmehr seien die Herausforderungen der Gegenwart eine Folge der begrenzten Ressourcen, die den menschlichen Drang nach Kontrolle über die Zukunft anheizten.

„Die Illusion der Vergangenheit“, sagte Smit, „führt dazu, dass wir heute nicht erkennen, wie gut es uns eigentlich geht und dass die Zukunft noch besser wird.“ Der Mensch, so Smit weiter, handle wie ein „tribal primate“, das am liebsten miteinander kooperiere und lache. Konflikte und Aggressionen entstünden hingegen meist dann, wenn Ressourcen knapp würden.

Abschließend stellte Smit fest, dass die wachsende Erkenntnis über die positiven Entwicklungen der Zukunft dazu führen werde, dass der Drang nach Kontrolle abnehmen und eine moralische Wende eintreten werde. „Wenn die Menschen erkennen, dass die Zukunft großartig wird, werden sie nicht mehr so sehr versuchen, sie zu kontrollieren“, schloss er seine Rede.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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