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Wie schützen sich Notfallsanitäter vor der Grippe?

Schnupfen, Husten, Heiserkeit – Februar ist Erkältungs-Zeit. Egal, wo man im Moment hinkommt, viele Menschen schniefen. Immer mehr erkranken zurzeit an der Influenza. Wie schützen sich Sanitäter gegen Viren?

Viele Menschen in Bayern sind bereits an der Influenza erkrankt. Hilfe bekommen Patienten oft auch von den Notfallsanitätern des Roten Kreuzes, die sie beispielsweise ins Krankenhaus bringen. Aber wie halten die Retter Viren von sich fern?

Jeder Tag ist ein Kampf gegen die Viren

Die Notfallsanitäter Gregor Demel und Marcel Weißenfels beginnen ihre Schicht in der Nürnberger Einsatzzentrale des Roten Kreuzes. Zuerst checken sie den Einsatzwagen. Sind alle wichtigen Medikamente an Bord, alle Geräte einsatzfähig? Sobald alles überprüft ist, melden sie sich bei der Leitstelle als einsatzbereit. Was sie heute erwartet, wissen sie noch nicht.

“Grippe, Magen-Darm, fieberhafte Infekte aller Art, auch Unterkühlungen sind täglich dabei.” Gregor Demel, Notfallsanitäter

Die beiden Sanitäter werden zu einem älteren Mann gerufen. Er scheint psychische Probleme zu haben. Die Sanitäter werden ihn später ins Nürnberger Klinikum zur Beobachtung bringen.

Schutz hat Priorität

Wen sie treffen, wie krank und ansteckend die Personen sind, das wissen die Sanitäter vorher nie. Umso wichtiger ist es, dass sie sich selbst schützen, erst recht im Moment.

“Wenn ich den Verdacht habe, dass jemand eine Grippe hat, dann kriegt er gleich einen Mundschutz aufgesetzt. Ansonsten gilt: Handschuhe sind obligatorisch bei jedem Patienten, wir müssen oft Hände waschen und sie immer wieder desinfizieren.” Marcel Weißenfels, Notfallsanitäter

Bei dem Patienten besteht keine Ansteckungsgefahr. Grundsätzlich verfolgen die beiden Sanitäter die aktuelle Nachrichtenlage zur Verbreitung der Grippe, aber vor allem auch zum Coronavirus sehr genau. Sie achten bei ihren Patienten darauf, ob sie etwa in den vergangenen Tagen verreist waren und fragen nach, wo sie sich aufgehalten haben.

Desinfektion ist in diesen Tagen das Wichtigste

Noch ist ihnen kein Corona-Verdachtsfall untergekommen. Aber sie sind wachsam. Nach jedem Einsatz, egal wie er auch verlaufen mag, werden Wagen und Ausstattung intensiv desinfiziert, auch zu ihrem eigenen Schutz.

Der nächste Einsatz: Eine 17-Jährige klagt über Taubheitsgefühle in den Beinen, außerdem spürt sie ihre linke Gesichtshälfte nicht richtig. Alles mögliche kann die Ursache sein. Marcel Weißenfels untersucht sie. Die junge Frau hat 38 Grad Fieber. Die Sanitär entscheiden, dass sie sie mitnehmen. Es könnte durchaus sein, dass die 17-Jährige die Grippe hat. Die Frau wird im Nürnberger Südklinikum aufgenommen und dort sofort isoliert.

Die Sanitäter reinigen die Liege, auf der sie die Frau transportiert haben. Dass sie sich angesteckt haben könnten – ein tägliches Risiko.

“Wir sind geimpft, wir haben auch erweiterte Impfempfehlungen, dem kommen wir auch weitestgehend nach. Die Sorge ist aber nicht ganz wegzudiskutieren.” Gregor Demel, Notfallsanitäter

Für heute ist die Schicht Gregor Demel und Marcel Weißenfels beendet. Morgen nehmen sie wieder den Kampf mit den Viren auf.

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