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NASA’s Supersonic X-59 ist bereit zum Bau; Erstflug für 2021 erwartet

Die NASA ist endlich bereit, den Start ihres ersten gesteuerten X-Flugzeugs (x steht für experimentell) nach drei Jahrzehnte. Die X-59 wird voraussichtlich bereits 2021 ihren Flug antreten. Das vom Rüstungsunternehmen Lockheed Martin entworfene X-59 Quiet Supersonic Technology Aircraft (abgekürzt QueSST) soll den Überschallverkehr erhöhen. Alle Flugzeuge, die die Schallmauer durchbrechen, lösen einen großen ohrenbetäubenden Lärm aus, der als Überschallknall bezeichnet wird. Dieser Überschallknall ist während des gesamten Durchbruchs lautstark zu hören, was einer der Hauptgründe dafür ist, dass Überschallflugzeuge nach der Außerdienststellung der Concorde Anfang der 200er Jahre nicht allgemein in Betracht gezogen wurden. Der QueSST ist so konstruiert, dass er in Überschallgeschwindigkeiten gehen kann, ohne den Aufschwung zu verursachen. Es wird erwartet, dass der QueSST mit 940 MPH in 55.000 Fuß Höhe fliegen wird, wodurch sich sein Audio-Fußabdruck stark verringert. Im Vergleich dazu flog die Concorde gewöhnlich in einer Höhe von 60.000 Fuß mit Geschwindigkeiten von etwa 1320 MPH.

Es wird erwartet, dass der QueSST akustische “Schläge” von etwa 75 Dezibel wahrnehmbarer Lautstärke erzeugt, verglichen mit den 120 bis 125 Pegeln der Concorde.

Der Entwicklungsweg der X-59 ist im Gegensatz zu anderen Projekten überwiegend planmäßig verlaufen. Das Projekt ist Teil des Low Boom Flight Demonstrator-Programms, das seinerseits Teil des Integrated Aviation Systems Program der NASA ist. Lockheed Martin erhielt bereits im Februar 2016 einen Vorentwurfsauftrag, und die NASA vergab schließlich im April 2018 einen Vollauftrag im Wert von 247,5 Millionen Dollar an das Unternehmen.

Im November desselben Jahres begann die NASA mit der Sammlung von Rückmeldungen. Sie zahlten rund 400 Einwohnern 25 Dollar pro Woche für die Teilnahme an der Studie, die an verschiedenen Orten stattfand. In der Studie wurden auch Lärmsensoren verwendet.

Im Mai 2019 wurde die Produktion der wichtigsten Strukturteile aufgenommen, ebenso wie Tests im Maßstab 1:1 in Hochgeschwindigkeits-Windkanälen im NASA Glenn Research Center.

Mit der Entwicklung der Concorde in den 1960er Jahren hat die Luftfahrt seitdem einen weiten Weg zurückgelegt. Ein Teil der Tests des QueSST wird neue technologische Upgrades beinhalten. Die Form des X-59 mit seinem länglichen “Schnabel” ist das Ergebnis jahrzehntelanger Forschung der NASA-Wissenschaftler. Es sieht sehr nach einem Pelikan-Schnabel aus, der die Stoßwellen beeinflussen würde, die entstehen, wenn sich der X-59 mit Überschallgeschwindigkeit bewegt. Die Form ist auch der Schlüssel, um den “Schallknall” in einen “Schallknall” zu verwandeln.

Das X-59 wird auch das Testfeld des eXternal Visibility System (XVS) sein. Einer der schwächsten Punkte eines Überschallflugzeuges ist das Cockpit, da Fenster strukturelle Unterschiede im Rumpf verursachen, die möglicherweise Widerstand verursachen könnten. Bei der XVS werden die nach vorne gerichteten Fenster durch eine superhochauflösende Kamera ersetzt (die derzeit verwendete Kamera verwendet eine Auflösung von 4k). Anstatt durch das Fenster nach vorne zu schauen, können die Piloten auf die Monitore in den nun fensterlosen Cockpits schauen. Die Idee eines fensterlosen Cockpits ist nicht neu. Airbus hat 2014 ein Patent auf die Verwendung eines fensterlosen Cockpits eingeführt. Auch die NASA testete das Konzept bereits 1996.