Ein französischer Forscher hat einen bestehenden militärischen Gehörschutz entwickelt, damit er die Richtung des eintreffenden Feuers erkennen kann – und die U.S. Army ist ganz Ohr.

Die als Tactical Communication and Protective System (TCAPS) bekannten Ohrstöpsel verfügen über eingebaute Mikrofone, mit denen Soldaten ihr Gehör schützen können, ohne das Situationsbewusstsein zu beeinträchtigen.

Während der elektronische Gehörschutz nichts Neues ist, hat ein französischer Forscher ihn um eine Stufe nach oben geschoben, indem er TCAPS manipuliert hat, um die akustischen Informationen eines gegnerischen Schützen zu nutzen, um den Soldaten eine Echtzeit-Schussrichtung auf einem Smartphone zu geben.

“Zu Beginn eines Hinterhalts ist es für Soldaten das Wichtigste, zu wissen, woher der Schuss kommt, damit sie sich auf der rechten Seite eines Fahrzeugs verstecken oder zumindest in die richtige Richtung zielen können – und sie brauchen diese Informationen sehr schnell”, sagte der französisch-deutsche Forschungsinstitut Saint-Louis (ISL) Forscher Sébastien Hengy in einer Pressemitteilung gegenüber der Acoustical Society of America.

Mit den vier Mikrofonen auf TCAPS (die eine Klanglandschaft von fast 360 Grad bieten) nutzt das neue System den Toneingang, um die Entfernung und Richtung des gegnerischen Schützen zu erkennen.

“Unser System verwendet das Mikrofon unter dem Gehörschutz, um die Schock- und Mündungswellen von Überschallaufnahmen zu erkennen und die Zeitdifferenz beim Eintreffen der Mach-Welle zwischen dem linken und rechten Ohr aufzuzeichnen. Durch die Kombination der Informationen, die von allen auf dem Feld eingesetzten TCAPS gesendet werden, erhält man die Ankunftsrichtung der Wellen und damit die Richtung, in der sich der Schütze befindet”, erklärt Hengy.

Mit einem anständigen Smartphone (d.h. Rechenleistung) werden Richtung und Entfernung des Schützen innerhalb einer halben Sekunde an das Telefon und den Soldaten weitergeleitet.

Die TCAPS-Technologie ist eine multinationale Angelegenheit und wird zwischen Frankreich und den USA entwickelt.

Der Einsatz der Technologie ist bereits für 2021 geplant.

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