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Die japanische Hayabusa 2-Raumsonde feuert auf einen erdnahen Asteroiden: Was geschah, wirft ein Licht auf die Entstehung der Planeten.

Das Raumschiff Hayabusa 2 der japanischen Raumfahrtbehörde hat vor kurzem eine etwas größere Kupferkanonenkugel in Tennisballgröße direkt in einen erdnahen Asteroiden mit dem Namen Ryugu geschossen, um mehr über den Wettbewerb zu erfahren.

Nach einem Jahr initiierten die Wissenschaftler die Kanonenkugel und analysierten schließlich die Daten, die von den Kameras an Bord des Raumschiffs aufgenommen wurden, um etwas mehr über den Asteroiden zu erfahren, der etwa 195 Millionen Meilen entfernt ist.

Die Sonde hatte einen kleinen Handgepäck-Impaktor ausgefahren, der mit Plastiksprengstoff gefüllt war, der später einen Krater direkt auf den Asteroiden sprengen sollte. Kurz nachdem der SCI aus der Umlaufbahn des Asteroiden ausgefahren war, bewegte sich die Hayabusa2 dann in eine sichere strategische Entfernung vom Explosionsort, damit sie nach Angaben der Agentur besser beobachtet werden konnte.

Dann wurde eine kleine Kamera, die DCAM3, ausgelöst – sie wurde dazu verwendet, die gesamte Detonation einzufangen, bevor sie eine geschätzte halbe Meile entfernt schwebte.

Der Einschlag konnte einen fast 33 Fuß breiten Krater direkt auf der Oberfläche des Asteroiden erzeugen, so die Studie. Die im Detail eingefangene Kamera, das Plume-Metall, wurde beim Einschlag nach oben geschickt.

Die Zeitschrift Science war Gastgeberin dieser Studie, die am Donnerstag, dem 19. März, veröffentlicht wird. Die zusätzlichen Erkenntnisse über die Zusammensetzung des Asteroiden wurden am Montag, den 16. März, in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.

Der Krater hinterließ einen Halbkreis, der einen erhöhten Rand, eine zentrale Grube und ein asymmetrisches Muster von ausgeworfenem Material enthielt. Die Forscher glauben, dass dieses Muster von einem größeren, unter dem Krater liegenden Stein verursacht werden könnte.

Als die Forscher das Material beurteilen konnten, kamen sie zu der Überzeugung, dass Ryugu auch Material enthält, das dem eigenen losen Sand der Erde recht ähnlich ist. Die Materialfahne, die durch den starken Einschlag entstand, hatte sich noch nicht vollständig von der Oberfläche gelöst, und die Forscher glauben, dass dies auf die Schwerkraft des Asteroiden zurückzuführen ist.

Die untersuchten Gesteine ähneln kohligen Chondriten, die als primitive Meteorite gelten. Die Wissenschaftler fanden in einigen dieser Gesteine kleine farbige Materialien, die bestimmte Mineralien wie Olivin enthalten könnten. Daneben wurden auch kohlenstoffhaltige Chondrite gefunden!

Laut Matthias Grott, Autor dieser Studie und Experte am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, “sind zerbrechliche, hochporöse Asteroiden wie Ryugu wahrscheinlich das Bindeglied bei der Entwicklung von kosmischem Staub zu massiven Himmelskörpern”.

“Damit schließt sich eine Lücke in unserem Verständnis der Planetenbildung, da wir solches Material in den auf der Erde gefundenen Meteoriten kaum jemals nachweisen konnten”, fügte Grott hinzu.

Die Forscher haben es für sehr wahrscheinlich gehalten, dass die reiche poröse Struktur der kohlenstoffreichen Asteroiden eine große Ähnlichkeit mit Planetesimalen hat, dem Material, aus dem schließlich genau die Planeten in unserem Sonnensystem entstanden sind. Diese Studie hat den Forschern geholfen, dem Verständnis der Entstehung des Sonnensystems einen Schritt näher zu kommen.