Woche der Pflege als Thema: Ist es das, was sie tun sollen?

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Woche der Pflege als Thema: Ist es das, was sie tun sollen?

Wer einen Pflegedienst beschäftigt, ist auf eine konsequente und qualitativ hochwertige Pflege angewiesen.

Ist es das, was sie tun sollen?

Wie viel Fluktuation kann man maximal tolerieren?

Auch wer als Angehöriger seine Eltern oder seinen Ehepartner pflegt, braucht Hilfe, die in der Regel von einem Pflegedienst geleistet wird. Da gibt es viel auszupacken – und vieles, was Sie irritiert oder verunsichert. Doch Angehörige müssen nicht alles hinnehmen, sagt Daniela Sulmann vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

Können Laien, Frau Sulmann, die Qualität der Pflege überhaupt bewerten?

Daniela Sulmann: Ein Angehöriger kann schon die Qualität der Pflege beurteilen. Natürlich kann ein Laie nicht beurteilen, ob zum Beispiel die Wundversorgung korrekt durchgeführt wird. Aber es gibt Indikatoren für die Qualität eines Pflegedienstes.

Es gibt Dokumente, die beschreiben, wie eine gute Pflege aussehen sollte, zum Beispiel die Pflege-Charta. Was bedeutet das konkret?

Sulmann: Es gibt mehrere Aspekte für gute Pflege. Was aus pflegerischer Sicht gut ist, ist aus Sicht des Pflegebedürftigen oder seiner Angehörigen nicht immer gut und wünschenswert. Grundsätzlich gilt aber, dass gute Pflege in erster Linie das ist, was der Pflegebedürftige als gut empfindet – zumindest wenn es um eher subjektive Punkte geht, wie zum Beispiel einen respektvollen Umgang. Ist der Pflegebedürftige nicht mehr in der Lage, sich selbst zu äußern, kommt den Angehörigen eine besonders wichtige Rolle zu, sich für ihn einzusetzen.

Was sind gute Anhaltspunkte – wo spielen meine Gefühle als Angehöriger eine Rolle?

Sulmann: Verlässlichkeit, zum Beispiel: Werden Absprachen eingehalten, wenn es um Zeiten oder Abläufe geht? Ist in Notfällen jemand erreichbar? Wie gehen sie mit dem Haus des Patienten um? Es sollte zum Beispiel eher zurückhaltend sein, nicht aufdringlich. Gibt es eine hohe Fluktuation, sind ständig neue Leute im Haus oder eher nicht?

Spielt auch die Art und Weise, wie man mit dem Angehörigen selbst umgeht, eine Rolle?

Sulmann: Auf jeden Fall. Intensive Kommunikation ist sehr wichtig – und zwar eher in einer beratenden Grundhaltung, nicht in einer bestimmenden. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn der Pflegedienst selbst die Kündigungsmöglichkeiten erklärt. Das geht auch ohne Einhaltung von Fristen und ohne… Das ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Nachricht.

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