Wie gut ist die digitale Vermögensverwaltung, laut Robo-Advisor?

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Wie gut ist die digitale Vermögensverwaltung, laut Robo-Advisor?

Für viele Menschen ist die Geldanlage eine lästige Angelegenheit. Hier kommen Robo-Advisors ins Spiel: Das sind Computerassistenten, die Anlegern die Arbeit abnehmen. Laut einem Test von “Finanztest” schneiden einige von ihnen hervorragend ab.

Wie gut ist die digitale Vermögensverwaltung mit Robo-Advisors?

STEP IT UP!

Wenn es um das Thema Geldanlage geht, verlieren viele Menschen das Interesse an Aktien, Börse, Zinsen und Sparen. Hier können Robo-Advisors helfen: Die Vermögensverwaltung von zu Hause aus ist dank der digitalen Anbieter jetzt möglich. Der Kunde muss nur noch wählen, wie viel Risiko er bereit ist, einzugehen, und der Bot wählt die passenden Fonds aus.

Einige Robo-Advisors schneiden gut ab, wie ein Test der Stiftung Warentest von 25 Produkten für die Zeitschrift “Finanztest” (7/2021) ergab. Die Bestnote “gut” erhielt Quirion für kleinere Portfolios (unter 40.000 Euro). Hier gab es elf “befriedigende”, eine “ausreichende” und acht “schlechte” Empfehlungen. Bei den größeren Portfolios (über 100.000 Euro) schnitt Growney am besten ab.

Das meiste Gewicht wird auf Informationen gelegt.

Das größte Gewicht bei der Vergabe des Qualitätsurteils hatten die Produkt- und Kosteninformationen. Denn bevor ein Anleger seine volle Identität preisgibt, sollte er genau sehen können, was der Robo macht, wie er das Geld anlegt und das Portfolio aufbaut. Er sollte sagen können, wie viel die Anlage voraussichtlich abwirft, welche Risiken bestehen und wie hoch die Kosten sind.

Auch die Höhe der Kosten hat einen großen Einfluss auf das Qualitätsurteil, denn Kosten reduzieren direkt die Renditechancen. Hier gibt es durchaus Unterschiede: Sie lagen im Test für den Robo-Advisor zwischen 0,48 Prozent und 1,19 Prozent. Hinzu kommen möglicherweise Kosten für die Fonds, in die investiert wird.

Licht und Schatten bei der Rendite

Nicht in die Bewertung einbezogen wird die Rendite. Der Grund: Die meisten Robo-Advisor sind noch nicht lange genug auf dem Markt, um verlässliche Aussagen machen zu können. Allerdings haben sich die Produkttester angesehen, wie die Musterportfolios im Jahr 2020 im Vergleich zu einer Benchmark abgeschnitten haben.

Zwei Anbieter kamen nahe an die Vergleichsrendite von 6 Prozent heran, zwei andere übertrafen sie sogar. Allerdings gab es auch Verluste: In einem Fall lag ein Robo mit knapp über 11 Prozent im Minus.

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Test der Stiftung Warentest (teilweise kostenpflichtig)

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