Versicherung: Richtiges Beantworten von Gesundheitsfragen

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Versicherung: Richtiges Beantworten von Gesundheitsfragen

Vor dem Abschluss einer Versicherung werden Sie möglicherweise aufgefordert, Gesundheitsfragen zu beantworten. Aber seien Sie vorsichtig! Wenn Sie schummeln, riskieren Sie den Verlust Ihres Versicherungsschutzes!

Richtiges Beantworten von Gesundheitsfragen

STEP IT UP!

Ob Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung oder private Krankenversicherung: Manche Gesellschaften wollen vor Vertragsabschluss genau wissen, wie gesund der zukünftige Versicherungsnehmer ist.

Damit die Unternehmen dies einschätzen können, müssen die Kunden häufig langwierige Fragebögen ausfüllen. Doch was in der Theorie einfach erscheint, kann in der Praxis eine Herausforderung sein. Der Kieler Internist Prof. Ulrich Fölsch rät deshalb: “Füllen Sie nichts überstürzt aus, sondern nehmen Sie sich Zeit, die Fragen in Ruhe zu beantworten.” Denn die Ergebnisse könnten weitreichende Folgen haben.

Die Antworten beeinflussen die Beiträge, die am Ende des Versicherungsprozesses stehen.

Anhand der Daten entscheidet die Versicherung, ob sie einen Vertrag abschließt oder nicht. Entscheidet sich der Anbieter dafür, berechnet er die Versicherungsprämie des Interessenten und schlägt ggf. Risikozuschläge für bestimmte Erkrankungen auf.

Wer ein gesundheitliches Problem hat, muss damit rechnen, eine höhere Prämie zu zahlen oder bekommt gar keinen Vertrag angeboten. Dies sollte den Kunden jedoch nicht dazu verleiten, bei der Befragung ungenaue Angaben zu machen.

Bei einem Verstoß ist der Versicherungsschutz gefährdet.

Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), erklärt anhand eines Beispiels, warum: Eine Dame oder ein Herr interessiert sich für den Abschluss einer Risikolebensversicherung. Der Versicherer erkundigt sich vor Abschluss der Police, ob er Raucher oder Nichtraucher ist.

Dies ist eine Frage, die ehrlich beantwortet werden muss. “Verstößt der Versicherte hiergegen, hat der Versicherer ein Rücktrittsrecht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.” Der Vertrag kann unter Umständen vom Versicherer angefochten werden.

“Wenn man fälschlicherweise behauptet, Nichtraucher zu sein, und die Versicherung später feststellt, dass der Versicherte doch geraucht hat und zum Beispiel an Lungenkrebs gestorben ist, stehen die Hinterbliebenen vor dem Nichts”, erklärt Asmussen.

Ein Hausarzt kann hier vielleicht helfen.

Wie geht man also am besten vor? Prof. Fölsch, Internist, empfiehlt, zunächst auf einem Blatt Papier aufzuschreiben, was für die Beantwortung der gesundheitlichen Fragen wichtig ist. Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Hamburg ergänzt: “Es ist auch sinnvoll, zum Hausarzt zu gehen.”

Patienten können die Patientenakten ihres Hausarztes einsehen, aber auch die anderer Fachärzte, bei denen sie in den letzten fünf bis zehn Jahren waren. Sie können sehen, welche Diagnosen der Arzt mit der Versicherung abgerechnet hat.

Korrektur… Dies ist eine gekürzte Version der Informationen. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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