Vererbung: Entscheidung: Eine Kopie des Testaments kann in manchen Fällen ausreichend sein.

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Vererbung: Entscheidung: Eine Kopie des Testaments kann in manchen Fällen ausreichend sein.

Dinge können im Laufe der Zeit verlegt werden. Das gilt auch für Testamente. Wenn noch eine Kopie des Dokuments vorhanden ist, kann diese im Erbfall helfen.

Eine Kopie des Testaments kann auch ausreichen, so das Urteil.

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Im Erbfall wird das Nachlassgericht in der Regel ein Testament eröffnen. Das Original einer solchen letztwilligen Verfügung muss theoretisch eröffnet werden. Das Oberlandesgericht (OLG) München hat entschieden (Az.: 31 Wx 108/21), dass auch eine Kopie des Testaments geöffnet werden muss, wenn nur noch eine Kopie vorhanden ist, so die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

In dem Fall hatte ein Erblasser mehrere Verfügungen von Todes wegen hinterlassen. Im Original ist eine dieser Verfügungen nicht mehr zu sehen. Eine Kopie ist jedoch noch vorhanden. Das Nachlassgericht hat auch erklärt, dass es beabsichtigt, diese Kopie zu öffnen.

Die Richter des Oberlandesgerichts hatten Recht: Das Original muss grundsätzlich an das Nachlassgericht herausgegeben und von diesem geöffnet werden. Ist das Original nicht auffindbar, kann die Abschrift zum Nachweis der Existenz eines Testaments herangezogen werden.

Die Tatsache, dass das Original nicht mehr vorhanden ist, bedeutet nicht, dass das Testament aufgehoben wurde, weil der Erblasser es vernichtet hat. Im Ergebnis kann die Erbfolge auf der Grundlage einer Kopie des Testaments entschieden werden. Im Ergebnis wird dieses Testament eröffnet.

210622-99-97585/2

Arbeitskreis Erbrecht

Entscheidung des Oberlandesgerichts München

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