Ostafrikanische Zentralbanken verbieten Geld-Blumensträuße als Straftat
In Ostafrika drohen Liebespaaren und Floristen nun hohe Strafen, wenn sie Banknoten zu dekorativen Blumenarrangements verarbeiten. Die Zentralbanken von Ruanda und Kenia haben die beliebte Trendpraxis scharf verurteilt und als Gesetzesverstoß eingestuft.
Haftstrafen für beschädigtes Bargeld
Die Nationalbank von Ruanda warnte in einer öffentlichen Mitteilung, dass das Falten, Kleben und Heften von Geldscheinen die Integrität des Ruanda-Franc untergrabe. Solche Noten seien für Geldautomaten und Zählgeräte unbrauchbar. Bereits am 2. Februar hatte die Zentralbank von Kenia vor dem „wachsenden Trend“ der Geldsträuße gewarnt.
Hinter den Verwarnungen stehen konkrete Gesetze: In Ruanda ist die mutwillige Beschädigung von Bargeld nach dem Gesetz Nr. 68/2018 strafbar. In Kenia können ähnliche Vergehen eine Freiheitsstrafe von bis zu sieben Jahren nach sich ziehen. Die Behörden begründen das harte Vorgehen mit den vermeidbaren Kosten für den Druck von Ersatznoten.
Die Trend-Geschenke, oft für den Valentinstag bestimmt und von Social-Media-Influencern populär gemacht, zerstören durch Kleber und Stecknadeln wichtige Sicherheitsmerkmale der Banknoten. Für Floristen und Geschenkedienstleister in Nairobi und Kigali bedeutet dies eine klare Ansage: Der Kunde hat nicht immer recht, besonders wenn dieser das Porträt des Königs auf einen Stiel kleben möchte.
Kampf für den Zahlungsverkehr
Der zeitlich abgestimmte Vorstoß der beiden Nachbarstaaten deutet auf eine regionale Übereinkunft in Währungsfragen hin. Beide Institute betonen, dass die Praxis den reibungslosen Umlauf des Bargelds störe. Dies ist besonders bedeutsam, da Bargeld trotz des Aufschwungs digitaler Zahlungen das Lebenselixier der informellen Wirtschaft in der Region bleibt.
Die Botschaft an romantisch Gesinnte ist eindeutig: Sag es mit Blumen, sag es mit Schokolade, aber wenn du es mit Bargeld sagst, bewahre es in einem Umschlag auf – sonst riskierst du, den Valentinstag hinter Gittern zu verbringen. Die Zentralbanken setzen damit ein populäres soziales Phänomen unter Druck, um die Funktionsfähigkeit des physischen Geldes zu schützen.