Mit Pilz infizierte Bäume: Ein weit verbreiteter Stadtbaum, viele Platanen sind mit Pilzen infiziert.

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Mit Pilz infizierte Bäume: Ein weit verbreiteter Stadtbaum, viele Platanen sind mit Pilzen infiziert.

Braune Blätter und hängende Äste sind in den Baumkronen von Platanen zu sehen. Die Bäume hingegen haben Grund zur Hoffnung.

Viele Platanen in der Stadt sind vom Pilz befallen.

Ist es schon wieder Herbst? An den Platanen auf der Tübinger Neckarinsel hängen verdorrte Blätter an den Ästen. Ursache dafür ist ein Pilz, so Stefan Ruge, Professor für Botanik und Waldbau an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Dieser befällt bei kühler und feuchter Witterung viele der nördlich der Alpen vorkommenden Hybridplatanen – also Kreuzungen verschiedener Platanen.

Braune und fleckige Blätter weisen auf die Krankheit hin. Das Blatt rutscht beim Absterben des Stammes ab. Die Pilzerkrankung hat bei den Berliner Platanen bereits zum Abwurf der Blätter geführt. Die Blattbräune, auch bekannt als Zweigkrebs oder Platanenkrebs, ist eine Pilzkrankheit, die durch Apiognomonia veneta verursacht wird.

Ist Ihr Platanenbaum krank? Es ist möglich, dass der Pilz daran schuld ist.

Ruge hingegen gibt grünes Licht: “Die gute Nachricht ist, dass er die Bäume nicht schädigt.” Er befällt die ersten Blätter. Mit Hilfe der Blätter, die später austreiben, überleben die Bäume.” Die Ahornblättrige Platane, wie die auf der Tübinger Neckarinsel, sei keine einheimische Baumart, sagte er. Sie sei eine Kreuzung zwischen der Orientalischen Platane und der Amerikanischen Platane, sagte er. Sie sei um 1650 entstanden, so Ruge. “Der Pilz tötet die Bäume nicht, er schwächt sie.”

Berlin sagte, dass der Pilz auf allen Platanenbäumen zu finden ist. “Es gibt in Berlin eigentlich keine Bäume mehr, die nicht befallen sind”, sagte Umweltexperte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung. Die Ausbreitung des Pilzes lässt sich nach Angaben des Experten nicht verhindern. Das liege daran, dass der Wind die Pilzsporen weiträumig verteile, sagte er. Für andere Pflanzen, aber auch für Tiere und Menschen ist der Pilz ungefährlich. In Berlin waren den Angaben zufolge zuletzt vor sieben Jahren Platanen von der Krankheit betroffen. (dpa)

Hören Sie hier unser Interview mit der Gartenexpertin Tine Klink:

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