Insolvenzen: Damit Ihr Urlaub nicht zu einem finanziellen Desaster wird: Was bringt das neue Reiserecht mit sich?

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Insolvenzen: Damit Ihr Urlaub nicht zu einem finanziellen Desaster wird: Was bringt das neue Reiserecht mit sich?

Pauschalreisende sind im Falle einer Insolvenz schlecht abgesichert, wie der Fall Thomas Cook zeigt. Ab dem 1. Juli soll ein neues Gesetz das ändern. Allerdings gibt es einige Vorbehalte.

Damit Ihr Urlaub nicht zu einem finanziellen Desaster wird: Welche Vorteile bietet das neue Reiserecht?

Den meisten Urlaubern geht es allein um die durch Corona verursachte Verknappung der Reisemöglichkeiten. Doch die Pandemie hat auch einen negativen Nebeneffekt: Einige Reiseveranstalter werden die Krise wohl nicht überleben. Tausende von Reisenden könnten auf verschlossene Hoteltüren stoßen oder ihre Reise trotz Bezahlung im Herbst nicht antreten können. Die Bundesregierung hat ein Gesetz zur “Neuregelung der Insolvenzsicherung im Reiserecht” beschlossen, um das Worst-Case-Szenario zu vermeiden.

Das Wort Ungeheuerlichkeit täuscht über den Ernst der Lage hinweg. Die Pleite von Thomas Cook im Jahr 2019 hat gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Mehr als 70 Millionen Euro haben die Steuerzahler bereits ausgegeben. Und viele Kunden haben ihr Geld noch nicht erhalten. So etwas darf sich nicht wiederholen. Deshalb will der Bundestag den kürzlich in Kraft getretenen § 651r BGB noch vor der Sommerpause in Kraft setzen.

So verworren es klingt: Es gibt den “Reisepreisgarantiefonds”.

Das Konzept sieht vor, dass der Verbraucherschutz in Zukunft durch einen einzigen Reisepreisgarantiefonds organisiert wird und nicht mehr durch (oft unzureichende) Versicherungsangebote. Das wäre ein großer Topf, in den alle Reiseveranstalter 1 % aller Urlaubspreise einzahlen und aus dem die Urlauber eine Rückerstattung erhalten, wenn der Reiseveranstalter pleite geht.

Insgesamt 750 Millionen Euro sollen bis Ende 2026 in den Topf fließen, so das Gesetz, das bereits vom Kabinett verabschiedet wurde. Alle Reiseveranstalter müssen in den Fonds einzahlen, wenn sie eine Pauschalreise oder eine “verbundene Reiseleistung” verkaufen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Urlauber auf einer Website zahlreiche Leistungen wie Flug und Hotel oder einen Mietwagen zu einer Reise gebündelt hat.

Künftig darf nur noch derjenige, der als Reiseanbieter in diesen Fonds einzahlt, Sicherungsscheine ausstellen. Diese sind aber eine gesetzliche Voraussetzung, um überhaupt Urlaube verkaufen zu können. Außerdem soll der neue Sicherungsfonds nicht nur Vorauszahlungen abdecken, sondern auch den Rücktransport von gestrandeten Urlaubern, falls der gebuchte Reiseveranstalter dazu nicht mehr in der Lage ist.

Trotz allem können Urlauber zunächst auf dem Trockenen sitzen.

Pauschalurlauber sind laut…. abgesichert. Dies ist eine gekürzte Version der Informationen. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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