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Wirtschaft

Goldpreise und Baustoffmärkte in Ägypten und den VAE zeigen gemischte Tendenzen

Ägyptische Behörden und Industrieakteure richten den Blick auf die Zukunft des Goldhandels, während die Märkte für das Edelmetall und für Baustoffe am Freitag eine Mischung aus Stabilität und leichten Bewegungen zeigten. Ein neu einberufenes Komitee für den Goldmarkt an der Börse von Kairo hielt seine erste Sitzung ab, an der zwölf Mitglieder teilnahmen. Dies ist Teil der Bemühungen, die Transparenz zu erhöhen und Ägyptens Rolle im afrikanischen Goldhandel zu stärken. Ein weiteres Treffen mit dem Afrikanischen Verband der Goldproduzenten ist für den 14. Februar 2026 geplant.

Leichte Bewegungen bei Edelmetallen

Unterdessen blieben die Goldpreise in Ägypten weitgehend stabil, mit nur geringfügigen Änderungen bei einzelnen Feingehalten. Am 6. Februar 2026 notierte 24-karätiges Gold unverändert bei 37.000 Ägyptischen Pfund pro Gramm. 21-karätiges Gold stieg leicht auf 36.500 Pfund, während 18-karätiges bei 36.000 Pfund verharrte. Ein leichter Rückgang wurde bei 14-karätigem Gold auf 34.500 Pfund pro Gramm verzeichnet. Analysten führten die allgemeine Ruhe auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach früheren volatilen Phasen zurück. „Die Stabilität der Goldpreise heute ist auf einen ausgeglichenen Markt nach früheren Volatilitätsschüben zurückzuführen“, erklärte ein Materialanalyst. Der Handel bleibe rege, wobei Investoren und Juweliere täglich auf neue Trends achteten.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten verzeichneten die Goldpreise dagegen einen moderaten Anstieg über alle Feingehalte. 24-karätiges Gold erreichte 573,2 Dirham (etwa 156,2 US-Dollar) pro Gramm, 22-karätiges kostete 525,4 Dirham (143,2 Dollar) und 21-karätiges 501,5 Dirham (136,7 Dollar). Die günstigere 18-karätige Variante lag bei 429,9 Dirham (117,1 Dollar) pro Gramm. Für größere Einheiten wurde eine Unze Gold bei 17.828,2 Dirham (4.857,8 Dollar) und eine Gold-Sovereign-Münze bei 4.814,8 Dirham (1.311,9 Dollar) gehandelt.

Weltweit erholten sich Gold und Silber zwar von frühen Verlusten, steuerten aber dennoch auf ihren zweiten wöchentlichen Rückgang in Folge zu. Spot-Gold stieg bis 14:24 Uhr um 0,4 Prozent auf 4.790,80 Dollar pro Unze, während US-Gold-Futures für April um 1,7 Prozent auf 4.806,50 Dollar fielen. Marktbeobachter sahen die Geldpolitik als Schlüsselfaktor. Erwartungen von mindestens zwei Zinssenkungen zu je 25 Basispunkten im Jahr 2026, die erste möglicherweise im Juni, stützten die längerfristige Perspektive für das zinslose Edelmetall.

Stabile Eisenpreise, nachgebende Zementkosten

Im ägyptischen Bausektor, einem wichtigen Konjunkturindikator, blieben die Eisenpreise bei allen großen Herstellern stabil. Der führende Produktor Ezz Steel hielt den Preis bei 37.000 Pfund pro Tonne. Ebenso verharrten Suez Steel bei 36.500, Egyptian Steel bei 36.000 und El-Gioushy Steel bei 34.500 Pfund pro Tonne.

Bei Zement gab es dagegen leichte Preissenkungen. Al-Nasr Cement verbilligte sich um 50 Pfund auf 3.630 Pfund pro Tonne, Wadi El Nile Cement fiel um 30 Pfund auf 3.670 Pfund. Al-Mokawloon Cement gab um 20 Pfund auf 3.800 Pfund nach. Suez Cement und Helwan Cement hielten ihre Preise bei 3.905 bzw. 3.850 Pfund pro Tonne stabil. Ein Unternehmenssprecher führte die Rückgänge auf gesunkene Transportkosten und eine bessere Versorgung mit Rohmaterialien zurück. „Großfabriken haben ihre Preise aufgrund langfristiger Vereinbarungen mit Auftragnehmern und Großprojekten gehalten“, so der Sprecher.

Experten rieten Auftragnehmern, den Markt täglich zu beobachten und Terminkontrakte zu nutzen, um sich vor plötzlichen Schwankungen zu schützen. Die Preisschwankungen seien das Ergebnis mehrerer Faktoren: des Gleichgewichts von Angebot und Nachfrage, globaler Rohstoffpreise, Transport- und Energiekosten sowie des Tempos neuer Bauvorhaben. „Es gibt auch Möglichkeiten, von begrenzten Rabatten bei einigen Zementsorten zu profitieren, um Gewinne zu maximieren und die Projektdurchführung sicherzustellen“, empfahl ein Marktexperte.

Insgesamt bot die erste Februarwoche 2026 eine Momentaufnahme zweier wichtiger Märkte in einer Phase relativer Ruhe, aber mit spürbaren Unterströmungen. Globale Trends und lokale Entscheidungen werden die weitere Entwicklung dieser wichtigen Rohstoffe prägen.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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