Finanzen: E-Broker ermöglichen es jungen Menschen, sich zum ersten Mal mit der Börse auseinanderzusetzen.

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Finanzen: E-Broker ermöglichen es jungen Menschen, sich zum ersten Mal mit der Börse auseinanderzusetzen.

Unternehmen wie Trade Republic wollen das Investieren einfach und erschwinglich machen. Doch das Wirtschaftsmodell hat Schwächen, und den Anbietern drohen rechtliche Schritte der EU.

Junge Menschen können über E-Broker den Aktienmarkt kennenlernen.

Der Aktienmarkt entwickelt sich prächtig. Der Dax hat gerade am Dienstag ein neues Rekordhoch erreicht. Angetrieben wird die Riesenparty von der Wiedergeburt der Wirtschaft nach der Krise. Doch das Ausbleiben von Anlageerfolgen und die für viele Bankkunden verunsichernde Entwicklung, dass immer mehr Banken Negativzinsen verlangen, lässt die Zahl der Aktionäre schnell steigen. Laut Deutschem Aktieninstitut sparten 2020 rund 2,7 Millionen Menschen mehr in Aktien, Aktienfonds oder aktienbasierten ETFs als ein Jahr zuvor.

Über eine Million der neuen Aktienbesitzer sind unter 40 Jahre alt. Und wenn sie in den Aktienmarkt investieren, tun sie das immer seltener über eine reguläre Bank oder eine Internetbank. Trade Republic ist ein aufsteigender Stern in der Welt der digitalen Finanzen. Das 2015 in Berlin gegründete und mit geschätzten vier Milliarden Euro bewertete Unternehmen gilt als das wertvollste Start-up Deutschlands und verzeichnete in den vergangenen Monaten einen sprunghaften Anstieg der Kundenzahlen. Genaue Zahlen behielt es lange Zeit lieber für sich. Doch jetzt hat Trade Republic den Einstieg neuer Geldgeber bekannt gegeben. Über 700 Millionen Euro hat eine Gruppe von Risikokapitalgebern unter der Führung von Sequoia Capital aus den Vereinigten Staaten investiert. Klar ist, dass die Trade-Republic-App derzeit über eine Million Nutzer hat und das Unternehmen, das über eine eigene Banklizenz und über 400 Mitarbeiter verfügt, über sechs Milliarden Euro an Kundengeldern verwaltet.

Nie zuvor waren Informationen so leicht zugänglich.

Einer dieser Kunden ist Marco Gerst. Er gehört zur Generation der sogenannten “Millennials”, die um die Jahrtausendwende geboren wurden. Seinen ersten ETF-Sparplan legte er 2018 bei einer Internetbank an, als er 17 Jahre alt war und mit etwas Geld von seiner Oma. Wohl keine Generation zuvor hat so einfach und völlig kostenlos Zugang zu Börsen- und Finanzinformationen. Gerst nutzte das und beschloss dann, andere einzuladen, ihn bei seinem Lernabenteuer zu begleiten. Zu diesem Zweck hat er die Seite Finanzeule ins Leben gerufen, auf der er regelmäßig darüber berichtet, in was er investiert und wie er darüber denkt…. Dies ist eine komprimierte Version der Informationen. Lesen Sie eine andere Nachricht weiter.

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