Fazit: Nur Fundsachen kommen für einen Finderlohn in Frage.

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Fazit: Nur Fundsachen kommen für einen Finderlohn in Frage.

Ein Finderlohn wird häufig an jemanden vergeben, der etwas entdeckt. Das gilt aber nicht für alle Schätze: Wer verborgene Reichtümer eines Vormieters entdeckt, wird nicht gleich belohnt.

Nur für verlorene Gegenstände gibt es einen Finderlohn.

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Gelegentlich lassen sich in Mietwohnungen versteckte Reichtümer finden. Doch nicht immer lohnt sich das für den Finder: Hat der ehemalige Mieter etwas versteckt, erhält er nicht automatisch einen Finderlohn, so die Zeitschrift “Das Grundeigentum” des Eigentümerverbandes Haus und Grund Berlin (Nr. 9/2021). Das Amtsgericht München (Az.: 111 C 21915/19) entschied, dass wissentlich verstecktes Eigentum nicht verloren ist.

In dem zugrunde liegenden Fall ließ die Mieterin die Elektroinstallation ihrer Wohnung reparieren. Bei der Überprüfung einer defekten Steckdose entdeckten der Elektriker und die Mieterin eine Mulde, in der 80.000 Euro Bargeld versteckt waren. Das Geld wurde von den beiden aufgegeben. Das Bargeld gehörte nach Angaben des Fundbüros zum Nachlass des ehemaligen Mieters. Nach Angaben des Mieters waren nicht alle Erben gefunden worden. Daher würde sie nach sechs Monaten das Eigentum an dem Geld bekommen.

Die Mieterin habe nicht nachweisen können, dass es sich bei den Geldscheinen um Fundsachen im Sinne des Gesetzes handelt, so das Gericht. Abhanden gekommen sind nach Ansicht des Gerichts nur solche Gegenstände, die nicht im Besitz im Sinne des Gesetzes sind. Dies setzt voraus, dass eine echte Kontrolle über eine Sache nicht mehr möglich ist. Diese Regel gilt nicht für Gegenstände, die versteckt sind. Dies bedeutet nicht, dass der Besitz aufgegeben wird. Das Geld würde in den Nachlass fallen, weil der ehemalige Mieter die Rechnungen versteckt hatte.

210531-99-807623/2 210531-99-807623/2 210531-99-80

Der § 973 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB)

Das Bürgerliche Gesetzbuch § 965 (BGB)

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