Die Mehrheit der Börsenkonzerne hat keine Frauen in ihren Vorständen, so eine neue Studie.

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Die Mehrheit der Börsenkonzerne hat keine Frauen in ihren Vorständen, so eine neue Studie.

Männerdominierte Vorstandsetagen sind nach wie vor die Regel: Die Mehrheit der großen deutschen Börsenorganisationen hat keine weiblichen Vorstände in ihren Gremien. Eine Frauenquote soll das ändern.

In den Aufsichtsräten der meisten Börsenunternehmen gibt es keine Frauen.

In mehr als der Hälfte der großen deutschen börsennotierten Aktiengesellschaften gibt es keine Frauen in den Vorständen. Die Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (Fidar) hat eine Studie durchgeführt, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wird. Laut dem so genannten Women-on-Board-Index haben 103 von 186 untersuchten Firmen keine einzige Frau im Vorstand. Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Frauenanteil in den Vorständen auf 13 Prozent gestiegen (plus 2,3 Prozentpunkte). Untersucht wurden zum Stichtag 15. Januar 2021 im geregelten Markt notierte Unternehmen mit paritätischer Besetzung sowie Konzerne aus den Börsenindizes Dax, MDax und SDax, aktualisiert bis zum 22. März dieses Jahres.

Im Jahr 2020 gibt es etwas mehr Frauen in Vorständen als im Jahr 2020.

In der Gruppe der Unternehmen, für die bereits seit 2015 eine Frauenquote für Aufsichtsräte gilt, liegt der Frauenanteil in den Vorständen mit 14,1 Prozent etwas höher als in den übrigen Gruppen ohne Quote. Dort sind es 11,3 Prozent. Im Vergleich zu 2020 gab es in diesen Kategorien jedoch einen leichten Anstieg um 2,6 bzw. 1,8 Prozentpunkte.

Laut aktuellem Women-on-Board-Index haben 62 der 186 untersuchten Unternehmen immer noch keine Frauen in ihren Vorständen, darunter die Dax-30-Unternehmen Delivery Hero und RWE. Allerdings ist die Zahl dieser Unternehmen, die sich ein “Null-Ziel” für ihre weibliche Belegschaft gesetzt haben, seit 2020 von 75 auf 62 gesunken. Infolgedessen erwarten mehr börsennotierte Unternehmen, dass sie Frauen in ihre Vorstände berufen.

Auch für Vorstände werden Quoten eingeführt.

Der Frauenanteil in Aufsichtsräten steigt seit 2020 kaum noch an. Die 106 Unternehmen, die der vorgeschriebenen Frauenquote unterliegen, haben dem Bericht zufolge mit durchschnittlich 35,9 Prozent Frauen in ihren Aufsichtsräten ein Allzeithoch erreicht (plus 0,7 Punkte seit 2020). Die 80 Dax-Unternehmen, die nicht der Begrenzung unterliegen, liegen dagegen mit 24,5 Prozent noch unter 30 Prozent (plus 1,7).

Auch das Bundeskabinett hat Anfang des Jahres eine verbindliche Frauenquote für Unternehmensvorstände beschlossen. Bis zum Ende der Legislaturperiode wird sie voraussichtlich den Bundestag passieren. Es sollte, laut dem Projekt Fidar… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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