Deutschlands Wirtschaft: Es könnte bald wieder aufwärts gehen

0

Deutschlands Wirtschaft: Es könnte bald wieder aufwärts gehen

Corona hat das erste Quartal des Wirtschaftsjahres hinter den Prognosen zurückbleiben lassen. Experten sagen voraus, dass es in den Folgemonaten wieder aufwärts gehen wird.

Die deutsche Wirtschaft könnte schon bald wieder auf dem Weg der Besserung sein.

Während die Zahl der Corona-Infizierten bundesweit stetig sinkt, sind die Wirtschaftsführer zunehmend optimistischer, dass sich die Konjunktur weiter verbessern wird und gute Geschäfte möglich sind. Jedenfalls hat sich die Stimmung in den Chefetagen laut dem Münchner Ifo-Institut deutlich verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex erreichte im Mai mit 99,2 Punkten den höchsten Stand seit Mai 2019. Die Unternehmen seien nicht nur mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufriedener, sondern blickten auch “deutlich hoffnungsvoller” auf die kommenden Monate, so Ifo-Präsident Clemens Fuest. Auch im Gastgewerbe und in der Touristik gab es einen neuen Start. Es ist davon auszugehen, dass die Geschäfte allmählich wieder anlaufen.

Die Perspektive zurück, wenn der Laden nicht wie erwartet läuft, zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die ebenfalls am Dienstag veröffentlicht wurden. Denn das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal 2021 um 1,8 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2020 gesunken. Nach einer kurzen Erholung in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres mit einem Wachstum von 8,7 Prozent im dritten Quartal und 0,5 Prozent im vierten Quartal führt die Corona-Krise zu einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2021.

Der private Konsum ist laut Destatis um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken.

Laut einer weiteren Destatis-Statistik wirkten sich die Anti-Corona-Maßnahmen zu Jahresbeginn “besonders spürbar” auf die privaten Konsumausgaben aus, die in den ersten drei Monaten des Jahres um 5,4 Prozent niedriger waren als in den drei Monaten zuvor. Der Handel mit dem Ausland ist dagegen zu Jahresbeginn stark angestiegen. Die Importe von Waren und Dienstleistungen stiegen mit 3,8 Prozent deutlich stärker als die Exporte (plus 1,8 Prozent).

Auf Nachfrage unserer Redaktion relativierte Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, die Konjunkturaussichten: “Ein nachhaltiges Abklingen der Pandemie ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die deutsche Wirtschaft wieder auf die Beine kommt.” Aufgrund von Nachholsparen und Nachholeffekten bei Konsum und Investitionen dürften die nächsten sechs Monate recht gut ausfallen.

Marcel Fratzscher, Präsident des DIW, sieht die Gefahr einer Pleitewelle.

Je größer das Risiko, desto größer, so die Experten… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

Share.

Leave A Reply