Das Allgäuer Unternehmen kämpft vor dem Bundesgerichtshof gegen Lindt wegen der Goldhasen.

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Das Allgäuer Unternehmen kämpft vor dem Bundesgerichtshof gegen Lindt wegen der Goldhasen.

Die Goldhasen von Lindt sind bekannt. Die Allgäuer konkurrieren mit ähnlich gefärbten Schokoladenhasen mit der Schweizer Firma. Der Fall liegt nun vor dem Bundesgerichtshof.

Bei den Goldhasen konkurriert die Allgäuer Firma mit Lindt.

Der Großteil der Beweise dürfte inzwischen verschlungen sein. Doch das nächste Osterfest kommt bestimmt. Und wenn es nach der Schweizer Schokoladenfirma Lindt geht, wird es in den Regalen der Geschäfte nur noch einen sitzenden Goldfolienhasen geben – den Lindt Goldhasen. Ein Schokoladenhase der Firma Heilemann aus Woringen im Unterallgäu hingegen soll verboten oder zumindest anders verpackt werden. Der Grund: Der Goldton des Schweizer Hasen ist laut Lindt geschützt und darf von anderen Schokoladenhohlfiguren-Herstellern nicht verwendet werden. Der Fall liegt seit Donnerstag vor dem Bundesgerichtshof (BGH), nachdem eine für Februar angesetzte Verhandlung wegen der Korona verschoben wurde.

Eine Entscheidung ist in Karlsruhe noch nicht gefallen; sie wird in den kommenden Wochen verkündet. Der Streit hat allerdings eine lange Vorgeschichte, und Lindt hat eine zwielichtige Bilanz. Zwischen 2002 und 2013 versuchte das gerichtsfeste Schweizer Unternehmen, die fränkische Konditorei Riegelein aus dem Goldhasengeschäft zu verdrängen. Damals ging es vor allem um die Kontur des sitzenden Hasen. Der Fall wurde zweimal vor dem Bundesgerichtshof verhandelt, wobei Lindt jedes Mal den Kürzeren zog. Fast zeitgleich erklärte der Europäische Gerichtshof, dass der Lindt Goldhase nicht als dreidimensionale Gemeinschaftsmarke geschützt werden könne.

Ein Streit um Schokoladenhasen ist entbrannt, bei dem Lindt behauptet, der Farbunterschied sei kaum wahrnehmbar.

Obwohl der Schweizer Goldhase nicht unbedingt ein Fall für die Rote Liste ist – laut Prozessunterlagen beim BGH hat das Unternehmen in den letzten 30 Jahren mehr als 500 Millionen davon in Deutschland verkauft, mit einem Marktanteil von mehr als 40 Prozent im Jahr 2017 – hütet Lindt den wichtigen Umsatzträger weiterhin mit Argusaugen. Diesmal experimentiert Lindt mit Farbe. Der Lindt Goldhase ist bereits seit 1994 in der heutigen Goldfarbe gehalten. Im Mai 2017 hat Lindt die Farbmarke “gold (Pantone Premium Metallics coated 10126 C)” für den Schokoladenhasen beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) angemeldet. Die Confiserie Heilemann versuchte es im November desselben Jahres erfolglos… Dies ist eine gekürzte Version der Information. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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