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Wirtschaft

BT vermeldet weniger Breitbandkundenverluste und setzt auf Glasfaserausbau

Der britische Telekommunikationsriese BT verzeichnet eine leichte Erholung auf dem hart umkämpften Breitbandmarkt. Im letzten Quartal 2025 verlor der Konzern zwar weiterhin Kunden, doch mit 210.000 Kündigungen blieb das Minus unter den Erwartungen der Analysten, die mehr als 230.000 Verluste prognostiziert hatten.

Die Schwäche bei den Endgeräten, insbesondere bei Handys, sowie Veräußerungen von Geschäftsbereichen drückten zusätzlich auf das Ergebnis. Der bereinigte Umsatz mit Dienstleistungen im Heimatmarkt UK sank um 2 Prozent auf 3,8 Milliarden Pfund.

Gewinn unter Druck durch Sport-Joint-Venture

Der Vorsteuergewinn brach im Quartal auf 183 Millionen Pfund ein, nach 427 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Dies ist maßgeblich auf Verluste in Höhe von 214 Millionen Pfund aus dem Sport-Joint-Venture mit dem US-Medienriesen Warner Bros. Discovery zurückzuführen, das die Marke TNT Sports betreibt. Dieses Joint-Venture befindet sich derzeit im Zentrum eines Bieterwettstreits zwischen den Rivalen Netflix und Paramount Skydance.

Trotz dieser Belastung betonte BT, man liege weiter im Plan, die finanzielle Jahresvorgabe zu erreichen.

Glasfaser als Schlüssel gegen die Konkurrenz

Die positive Entwicklung bei den Kundenverlusten führt BT auf seinen massiven Infrastrukturausbau zurück. Die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen (Full-Fibre) sei sprunghaft angestiegen, so dass man im Quartal 571.000 neue Glasfaser-Kunden gewinnen konnte. Die Vollglasfaser-Netzabdeckung erreiche inzwischen mehr als 21 Millionen Haushalte und Unternehmen, zwei Drittel des Landes.

BT-Chefin Allison Kirkby erklärte, der Wettbewerbsdruck durch günstige Mitbewerber – sogenannte „Retail Altnets“ wie CityFibre – lasse nach, je weiter das eigene Netz ausgebaut werde. „Wir bauen weiter und schneller als jeder andere im Land, weil wir in Gebiete vordringen, in denen wir vorher kein Glasfasernetz hatten“, sagte Kirkby. „Jetzt sehen wir einen geringeren Wettbewerb, also ist die Verbrauchernachfrage da.“

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet BT nun einen Verlust von 850.000 Festnetz-Breitbandkunden bei seiner Infrastrukturtochter Openreach, nach einer früheren Schätzung von 900.000. Openreach verzeichnete im Quartal Rekordanschlüsse für Glasfaser.

Kirkby verwies zudem auf den Fortschritt im Mobilfunk: Das 5G -Netz sei für 69 Prozent der Bevölkerung zugänglich. Die Konsumentensparte habe erneut Kunden in den Bereichen Breitband, Mobilfunk und TV hinzugewonnen.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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