Brüssel legt sich auf der Internetplattform erneut mit Facebook an.

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Brüssel legt sich auf der Internetplattform erneut mit Facebook an.

Schöpft es Daten von Konkurrenten auf dem Kleinanzeigenmarkt für eigene Angebote ab? Die Wettbewerbshüter der EU nehmen Facebook erneut unter die Lupe.

Brüssel kritisiert erneut Facebook.

Die EU-Kommission hat Facebook erneut ins Visier genommen. Die Wettbewerbshüter leiteten am Freitag eine Untersuchung gegen das US-Unternehmen ein. Der Verdacht lautet auf Wettbewerbsverzerrung. Tatsächlich haben die Vorgänge die Community in den Mittelpunkt einer tobenden Diskussion über die Zukunft der digitalen Technik gerückt. Dabei geht es um die Frage, welche Regeln für den Internethandel gelten sollen.

Was genau wirft die EU-Kommission Facebook vor?

Es geht vor allem um den “Facebook Marketplace”. Das ist ein privater Kleinanzeigenmarktplatz, auf dem Mitglieder Artikel verkaufen und kaufen können. Facebook steht im Verdacht, sich Zugang zu den Daten seiner Nutzer zu verschaffen, um daraus gewinnbringende Erkenntnisse über deren Vorlieben zu gewinnen. Damit verschafft sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Kleinanzeigenanbietern, wie zum Beispiel Tageszeitungen.

Die Analyse von Käuferdaten ist an dieser Stelle nichts Neues. Ist das wirklich ein so großes Problem?

Ja, denn Facebook ermöglicht auch anderen Anbietern von Kleinanzeigen, auf dem “Marketplace” zu werben. Dadurch erhält das US-Unternehmen weitere Informationen über nachgefragte Angebote, Verkaufsstrategien und vor allem über das Käuferverhalten. Diese Daten könnte Facebook dann gegen seine Konkurrenten einsetzen und den Wettbewerb zu seinen Gunsten verändern. Denn, so EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager, Facebook sammelt “riesige Datenmengen über die Nutzer seines sozialen Netzwerks und anderer Dienste und kann so gezielt Kundengruppen ansprechen.”

Wie kann man sich das vorstellen?

Bestätigt sich der Verdacht, so die EU-Kommission, kann Facebook “zum Beispiel aus den Werbeaktivitäten seiner Konkurrenten genaue Informationen über die Vorlieben der Nutzer ableiten und diese Daten zur Anpassung des eigenen ‘Facebook Marketplace’ nutzen.”

Was ist das Ziel der Klage gegen Facebook?

Fairer Wettbewerb. Die EU-Behörde kämpft gegen ein Unternehmen, das – ähnlich wie Amazon – als Buchhändler angefangen hat, nun zu einem Forum für andere Anbieter wird und dabei deren Daten abschöpft. Im konkreten Fall sieht Brüssel die Gefahr, dass Facebook seine marktbeherrschende Stellung als soziales Netzwerk ausbaut und zum Online-Kaufhaus wird, weil es die Daten von… Dies ist eine kurze Zusammenfassung. Lesen Sie eine weitere Nachricht.

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