Streaming-Anbieter kämpfen mit Strategie und Neuheiten um Aufmerksamkeit im Februar
Die Streamingdienste starten mit einem vielfältigen Angebot in den Februar 2026. Neben thematischen Schwerpunkten wie Valentinstag und Black History Month setzen Plattformen zunehmend auf flexible Ausstrahlungsmodelle, um Großereignissen auszuweichen. Ein prominentes Beispiel ist HBO Max, das die vierte Folge der Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“ wegen des Super Bowl LX vorzieht.
Super Bowl führt zu ungewöhnlichem Sendeplan
Statt wie üblich am Sonntag, dem 8. Februar, um 22:00 Uhr ET ausgestrahlt zu werden, steht Episode 4 von „A Knight of the Seven Kingdoms“ bereits seit Freitag, dem 6. Februar, 3:01 Uhr ET, zum Streamen bereit. Grund ist die direkte Konkurrenz zum Super Bowl LX am Sonntag. Für Fans, die am traditionellen Sendeplatz festhalten wollen, wird die Folge dennoch am 8. Februar zur gewohnten Zeit zu sehen sein. Der frühe Genuss hat einen kleinen Haken: Die Wartezeit auf Episode 5 am 15. Februar verlängert sich von sieben auf neun Tage.
Laut Mashable ist dies nicht das erste Mal, dass HBO seinen Zeitplan für das Football-Finale anpasste; ähnliche Vorverlegungen gab es 2024 bei „True Detective: Night Country“ und 2025 bei „The Last of Us“ Staffel 2. In diesem Jahr erhält auch die Serie „Industry“ einen früheren Streaming-Termin vor dem Super Bowl.
Internationale Serien und gefeierte Klassiker im Fokus
Neben diesem taktischen Manöver bietet HBO Max im Februar eine breite Palette neuer Inhalte. Dazu gehört die brasilianische Kostüm-Drama-Serie „Madam Beja“, die am 2. Februar mit ihren ersten fünf Episoden startete. Insgesamt 40 Episoden der auf Portugiesisch gedrehten Serie, die mit englischen Untertiteln oder Synchronisation verfügbar ist, werden bis Ende März wöchentlich in Fünfer-Paketen veröffentlicht. Die Geschichte einer Frau im 19. Jahrhundert, die nach gesellschaftlicher Ächtung ein luxuriöses Bordell eröffnet, soll zum globalen Hit werden.
Weitere Highlights bei HBO Max sind die dritte Staffel der Emmy-prämierten Animationsserie „Primal“, die sonntags neue Episoden zeigt, sowie die zweiteilige Dokumentation „Mel Brooks: The 99 Year Old Man!“ von Co-Regisseur Judd Apatow, die mit einer perfekten Rotten Tomatoes-Wertung punktet. Zudem bleiben Evergreens wie „Friends“ mit allen 235 Episoden und „Die Sopranos“, die mit 21 Emmys ausgezeichnet wurde, zentrale Ankerpunkte des Angebots.
Der Wettbewerb ist jedoch hart. Wie Boston.com berichtet, prägen drei große Trends das Streaming-Angebot in diesem Monat: Romantikfilme zum Valentinstag, Werke schwarzer Filmschaffenden zum Black History Month und die Streaming-Premieren bemerkenswerter Filme aus dem Jahr 2025. Zu den romantischen Klassikern zählen „Schlaflos in Seattle“ (Netflix), „Harry und Sally“ (HBO Max) und „Notting Hill“ (Peacock). Neue Serien wie „Love Is Blind“ bei Netflix (ab 10. Februar) und „Like Water for Chocolate“ bei HBO (ab 15. Februar) ergänzen das Programm.
Für den Black History Month heben die Dienste Werke wie Spike Lees „Malcolm X“ (HBO Max), Ava DuVernays „Selma“ (Peacock) und Gina Prince-Bythewoods „Love and Basketball“ (HBO Max) hervor. Unter den 2025er Filmen, die nun ins Streaming kommen, stechen das Jennifer-Lopez-Musical „Kiss of the Spider Woman“ (27. Februar, Hulu), die Romcom-Fantasy „Eternity“ (13. Februar, Apple TV) und die vielbeachtete Komödie „Splitsville“ (6. Februar, Hulu) hervor.
Das vollständige Veröffentlichungskalender aller großen Plattformen – inklusive Netflix, Disney , Prime Video und Paramount – ist umfangreich. Bei HBO Max kehrt unter anderem „Last Week Tonight with John Oliver“ am 15. Februar zurück, und Filme wie „Life of Pi“ und „The Notebook“ ergänzen das Programm. Die flexible Veröffentlichungsstrategie für „A Knight of the Seven Kingdoms“ zeigt, wie dynamisch der Wettbewerb geworden ist. Für die Zuschauer bedeutet das letztlich mehr Auswahl und die Qual der Entscheidung in einem übervollen Februar-Programm.