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Skandal um Prinz Andrew: Neue Epstein-Dokumente werfen dunkles Licht auf sein Verhalten

Prinz Andrew, der nach den Enthüllungen über seinen Umgang mit Jeffrey Epstein seine Titel verloren hat und nun in Norfolk lebt, sieht sich mit den möglicherweise schwerwiegendsten Fragen seiner Karriere konfrontiert. Dies geschieht im Zuge der Veröffentlichung neuer, beunruhigender Dokumente rund um den verurteilten Sexualstraftäter Epstein.

Am 30. Januar wurden neue Akten des verurteilten Finanzierers veröffentlicht, darunter eine Reihe verstörender Fotografien, die angeblich Andrew zeigen. Auf den Bildern ist ein Mann zu sehen, der sich über eine junge Frau beugt, die auf dem Boden liegt, wobei der Mann auf allen vieren über ihr positioniert ist. Die Aufnahmen scheinen in einem unbestätigten Ort aufgenommen worden zu sein, wobei der Mann auf den Bildern als Prinz Andrew identifiziert wird.

In den veröffentlichten E-Mails taucht außerdem der Alias „Invisible Man“ auf, der mit „A“ unterzeichnet, was möglicherweise eine Person aus Balmoral sein könnte. In der Korrespondenz fragt „A“ Ghislaine Maxwell, Epsteins Komplizin, die derzeit eine Haftstrafe absitzt, nach „unangemessenen Freunden“, während Maxwell antwortet, dass sie nur „angemessene Freunde“ finden konnte. Das Dokument deutet darauf hin, dass Andrew Epstein nach Buckingham Palace eingeladen hatte und damit die königliche Familie erneut in den Skandal verwickelt wurde.

In einem weiteren E-Mail-Austausch schlug Epstein vor, Andrew mit einer „cleveren und schönen“ 26-jährigen russischen Frau zu verkuppeln. Im September 2010 fragte Epstein nach Andrews Verfügbarkeit und schlug vor, sich an einem Ort in London zu treffen, der „Privatsphäre“ gewährte. Andrew antwortete, dass er bereits Mittagessen mit einem saudi-arabischen Prinzen und einer „geheimen Sicherheitsfirma“ geplant habe, jedoch ein Abendessen im Buckingham Palace vorschlug. Daraufhin stimmte Andrew zu: „Komm mit wem auch immer, und ich bin ab etwa 16 Uhr bis 20 Uhr hier.“

Weitere Vorwürfe und Hintergründe

Eine zweite Frau hat mittlerweile ebenfalls behauptet, von Epstein nach Großbritannien geschickt worden zu sein, um mit Andrew zu schlafen. Sie soll 2010 die Nacht im Windsor-Haus von Andrew verbracht haben, dem Royal Lodge. Laut ihrer Anwältin, Brad Edwards, wurde die Frau nach dem Vorfall sogar noch durch Buckingham Palace geführt.

Obwohl Andrew jegliche Vorwürfe der sexuellen Handlungen mit Epsteins Opfern bestreitet, stellen die veröffentlichten E-Mails und Dokumente einen weiteren belastenden Schritt dar. Royal-Experte Andrew Lownie behauptet in seiner Biografie über Andrew und seine Ex-Frau Sarah Ferguson, dass der Prinz über Jahre hinweg regelmäßig Prostituierte ins Buckingham Palace brachte. Mehrere Quellen bestätigen Lownies Aussagen, dass sich Mitarbeiter des Palasts über dieses Verhalten beschwerten, jedoch ohne Konsequenzen.

„Sicherheitsbeamte wurden angewiesen, still zu bleiben, wenn sie Bedenken äußerten, oder sie mussten mit einer Versetzung rechnen“, sagte Lownie. „Natürlich wusste die Königin von Andrews Vorlieben. Sie war informiert. Aber er war ihr Liebling, und er kam damit durch – bis jetzt.“ Buckingham Palace äußerte sich zu diesen Vorwürfen nicht.

Der Royal-Experte ist der Ansicht, dass es an der Zeit sei, Antworten über Andrews vermeintlichen Missbrauch des Palasts zu verlangen. „Es ist unmöglich, im Buckingham Palace zu unterhalten, ohne zahlreiche Protokolle zu befolgen und viele Mitarbeiter einzubeziehen“, erklärte er. Zudem warnt er vor weiteren Enthüllungen: „Das hier ist nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt sicherlich noch viele weitere Frauen und Details, die ans Licht kommen könnten.“

Insider berichten, dass Andrew ein besonderes „Markenzeichen“ bei seinen Treffen mit Frauen im Palast hatte: Er soll ihnen gestattet haben, auf den Thronen im Thronsaal des Buckingham Palace zu sitzen, einschließlich des Thrones seiner Mutter, der Königin.

Die aktuellen Enthüllungen werfen zudem die Frage auf, wie die königliche Familie weiterhin mit dem Skandal umgehen wird. Die Öffentlichkeit fordert zunehmend eine Erklärung seitens König Charles, insbesondere nach den Äußerungen von Premierminister Keir Starmer, der dazu aufrief, dass Andrew vor dem US-Kongress aussagen sollte. Royal-Expertin Afua Acheampong-Hagan sieht den Palast unter wachsendem Druck, sich von Andrew zu distanzieren und endlich klare Aussagen zu treffen, um sich von dem Skandal zu lösen.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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