Robbie Williams bricht Beatles-Rekord mit seinem 16. Nummer-eins-Album
Robbie Williams hat am 16. Januar 2026 einen neuen Meilenstein in der britischen Musikgeschichte gesetzt: Mit seinem neuesten Album „Britpop“ erklomm der Sänger zum 16. Mal die Spitze der UK-Albumcharts und überholte damit die Beatles, die zuvor den Rekord für die meisten Nummer-eins-Alben hielten. Diese Leistung macht Williams nun zum Künstler mit den meisten Nummer-eins-Alben in der Geschichte der britischen Charts, wie von der BBC und der Official Charts Company bestätigt.
Der Musiker, der einst als Mitglied von Take That begann und sich später als Solokünstler einen Namen machte, zeigte sich über die Auszeichnung sichtlich bewegt. „Das ist unglaublich. Absolut unglaublich“, sagte er gegenüber der BBC. „Ich habe immer gesagt, mein Erfolg sei wie das Dehnen eines Gummibands von Stoke-on-Trent bis zum Mond. Nun ist das Gummiband noch länger und umkreist jetzt den Planeten Venus.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu, „Ich fühle mich wie der Forrest Gump des Pop.“
Ein langer Weg zum Erfolg
Die Reise Williams’ zu diesem Rekord war keineswegs einfach. Seit seinem ersten Soloalbum „Life Thru A Lens“ im Jahr 1997 hat der 48-Jährige eine bemerkenswerte Karriere hingelegt, die nicht nur durch musikalische Erfolge, sondern auch durch persönliche Kämpfe und öffentliche Skandale geprägt wurde. „Britpop“, das nun zu seinem 16. Nummer-eins-Album wurde, ist eine Hommage an die goldene Ära des britischen Rock der 90er Jahre, mit Einflüssen von Bands wie Oasis und Elastica. In Interviews erklärte Williams, dass es das Album sei, das er nach seinem Ausscheiden aus Take That eigentlich immer schreiben wollte.
Das Album zeigt Williams in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Gaz Coombes von Supergrass und seinem ehemaligen Take-That-Bandkollegen Gary Barlow. Ein Highlight ist das Lied „Morrissey“, das aus der Perspektive eines delusionalen Stalkers geschrieben wurde. Kritiker haben das Werk positiv aufgenommen, wobei die „Rolling Stone UK“ das Album als „befreiend“ und voller Energie bezeichnete. „Williams klingt hier wie jemand, der zu seinen eigenen Regeln tanzt“, heißt es in der Rezension.
Mit nunmehr 21 Nummer-eins-Alben, einschließlich seiner Zeit bei Take That, hat Williams einen beispiellosen Erfolg erzielt. Der einzige Künstler, der ihm noch im Gesamtvergleich mit 23 Nummer-eins-Alben voraus ist, ist Paul McCartney, dessen Erfolge sowohl seine Solo-Karriere als auch seine Zeit bei den Beatles umfassen.
Für Williams bedeutet dieser Erfolg mehr als nur ein weiteres Kapitel in seiner Karriere. Der Sänger, der in der Vergangenheit immer wieder mit Suchtproblemen und psychischen Krisen zu kämpfen hatte, sagte, dass er die Bedeutung dieses Moments erst richtig schätzen könne, nachdem er seine schwierigen Jahre hinter sich gelassen habe. „In letzter Zeit geht es mir besser, und ich kann jetzt wirklich innehalten und diesen Erfolg genießen“, so Williams, der seine Zeit in Paris mit seiner Frau Ayda Field verbrachte, um die Feierlichkeiten zu genießen.
„Britpop“ ist nicht nur ein musikalischer Triumph für Williams, sondern auch ein symbolischer Sieg über die Höhen und Tiefen, die seine Karriere geprägt haben. Der Rekord, den er jetzt hält, stellt ihn endgültig in die Reihe der größten britischen Pop-Ikonen und ist ein weiteres Kapitel in der Geschichte eines der beständigsten und wandlungsfähigsten Künstler des Landes.