Rebecca Kritik: Lily James spielt eine Frau, die von der ersten Frau des Liebhabers in einer Liebesgeschichte heimgesucht wird. 

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“Letzte Nacht habe ich geträumt, ich wäre wieder nach Manderley gegangen …”

Die unsterblichen Eröffnungsworte von Daphne du Mauriers klassischem Roman beginnen mit der Adaption von Rebecca durch Regisseur Ben Wheatley.

Wie das Buch und Alfred Hitchcocks legendäre Aufnahme von 1940 folgt diese Netflix-Adaption von Rebecca einer jungen Frau aus der Mittelklasse (Lily James), die in den 1930er Jahren an der französischen Riviera ankommt, um der wohlhabenden Frau Van Hopper (Ann Dowd) zu dienen, aber ihre Welt findet drastisch verändert, als sie den charmanten und schrecklich reichen Maxim de Winter (Armie Hammer) trifft.

Eine Wirbelwind-Romanze zwischen dem Paar führt zu einer überraschenden Ehe und der jungen Frau, die die neue Frau de Winter wird.

Nach einer langen Hochzeitsreise erreichen die beiden Maxim’s englisches Herrenhaus in Manderley, wo Frau de Winter ein Zuhause findet, das von den Geistern ihres verstorbenen Vorgängers, der prächtigen und schönen Rebecca, heimgesucht wird, deren Erinnerung von Rebeccas treuer Magd und Manderleys Haushälterin am Leben erhalten wird , Fräulein Danvers (Kristin Scott Thomas).

Welche Geheimnisse liegen in Manderley? Und hat die neue Frau de Winter eine Chance, dem Einfluss zu entkommen, den Rebecca weiterhin auf ihr neues Zuhause hat?

Bietet Ben Wheatley vor allem eine packende neue Sicht auf dieses bekannte Ausgangsmaterial?

Regisseur Ben Wheatley nimmt seinen schattigen Prolog direkt aus du Mauriers Roman und entführt das Publikum an eine glitzernde und sonnige französische Riviera, die von einem goldenen Filter und einem herrlich dekadenten Dekor durchtränkt ist, das wie etwas aus einer kunstvollen Parfümwerbung aussieht.

James bietet ihrer Filmografie eine weitere zarte englische Rose als unsere Heldin an, auch wenn sie als schlampiges und unkonventionelles Liebesinteresse nicht ganz überzeugt, dass ihr Charakter für Maxim de Winter bekannt ist, der hier von Hammer als kryptischer Träumer gespielt wird.

Der Abschnitt über Wirbelwindromantik in der Erzählung wird wahrscheinlich die Aufmerksamkeit der Zuschauer in seiner sonnigen und sinnlichen Umgebung auf sich ziehen, bevor die Erzählung in das kalte und erhabene englische Landgut Manderley übergeht.

Manderley wurde hauptsächlich im prächtigen Hatfield House gedreht, aber in blasseren und härteren Tönen. Hier ist Maxim’s Vergangenheit und das Gespenst von Rebecca zeigt seinen hässlichen Kopf.

Diese unerkennbare Erinnerung, die der neuen Frau von Winter verborgen bleibt, wird von der imposanten Frau Danvers besetzt, einer Ikone, die hier weniger als geradezu gruseliger Wächter für die Vergangenheit als vielmehr als zickiges Hindernis für das Glück eines eisigen Scott für das Paar gespielt wird Thomas.

Hitchcocks Film hat nie ein echtes Gefühl von Terror oder Schüttelfrost erreicht – besonders bei Judith Andersons Danvers – und es gibt immer noch einige wunderschöne Bilder von einigen der Albtraumsequenzen, die im Herrenhaus angesiedelt sind, als die Vergangenheit die neue Ehe von de Winter verschlingt.

Es ist eine Schande, dass das gotische Element des Films angesichts der Spannung, die Wheatley in seinem straffen Thriller Kill List bot, nicht mehr Macht hat.

In der Zwischenzeit erhalten viele der Nebendarsteller leider nie viel oder keine Chance, Eindruck zu machen, da sie nach dem Haupttrio die zweite Geige spielen. Keeley Hawes liefert jedoch eine spürbare Wärme als Maxim’s verheiratete Schwester Beatrice.

Während sich der Film zu einem eher nicht involvierten Gerichtsverfahren entwickelt, wird die visuelle Größe der zerklüfteten kornischen Küste des Films zum wahren Star der Show und beweist, dass das üppige Erscheinungsbild des Films sein größter Erfolg ist. Dies wird durch die stilvollen und zeitgenauen Kostüme unterstützt, die während des gesamten Films angeboten werden.

Letztendlich ist Rebecca von Netflix ein glamouröses und wunderschönes Drama, in das man entkommen kann, aber diese Adaption eines Du Maurier-Klassikers hat leider kein ergreifendes gotisches dunkles Herz.

Netflix ‘Rebecca ist eine brauchbare Romanze, die für die Augen außerordentlich angenehm ist, aber Daphne du Mauriers gotisches Meisterwerk nicht wirklich auf den Punkt bringt.

Rebecca wird am 16. Oktober in ausgewählten Kinos und am 21. Oktober 2020 weltweit auf Netflix veröffentlicht.

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