Portugal bestätigt zum ersten Mal seit April 1.000 neue Fälle an einem Tag – da es weiterhin auf der Quarantäneliste steht.

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PORTUGAL hat mehr als 1.000 neue tägliche Coronavirus-Fälle gemeldet, zum ersten Mal seit April, da das Land weiterhin einen steilen Anstieg der Infektionen verzeichnet.

Das portugiesische Festland steht weiterhin auf der Quarantäneliste Großbritanniens, zu der auch Lissabon und die Algarve gehören, Madeira und die Azoren hingegen nicht.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde DGS wurden am Donnerstag insgesamt 1.278 Neuinfektionen und 10 Todesfälle gemeldet, womit die Gesamtzahl der Fälle auf 82.534 gestiegen ist – immer noch viel weniger als im hart getroffenen Nachbarland Spanien.

Das letzte Mal, dass Portugal mehr als 1.000 tägliche Infektionen meldete, war am 10. April während der sechswöchigen Abriegelung des Landes, die die meisten nicht lebensnotwendigen Dienste schloss, bevor sie ab Anfang Mai langsam aufgehoben wurde.

Portugal, ein Land mit etwas mehr als 10 Millionen Einwohnern, wurde zunächst für seine schnelle Reaktion auf die Pandemie gelobt, doch wie in den meisten anderen europäischen Ländern ist die Zahl der COVID-19-Infektionen nach einer Sommerpause wieder angestiegen.

Das ganze Land wurde am 15. September in einen Notstandszustand versetzt und wird bis zum 4. Oktober unter diesem Zustand bleiben, was bedeutet, dass Versammlungen weiterhin auf 10 Personen beschränkt bleiben und die Öffnungszeiten für kommerzielle Einrichtungen eingeschränkt sind.

Die britische Regierung strich Portugal am 22. August von der Quarantäneliste, um es drei Wochen später wieder auf die Quarantäneliste zu setzen.

Neue regionale Luftbrücken haben es jedoch ermöglicht, dass die Inseln wie Madeira und die Azoren weiterhin auf der Liste für sicheres Reisen stehen, obwohl sie ihre eigenen Einreisebeschränkungen haben, einschließlich obligatorischer negativer Coronavirustests.

Die portugiesische Regierung hat inzwischen erklärt, dass sie sich “auf das vorbereiten müssen, was kommen wird”, da sie mit einer steigenden Zahl von Coronaviren konfrontiert sind.

Die Tourismusindustrie wurde durch den Mangel an britischen Touristen stark in Mitleidenschaft gezogen – im September verzeichnete der beliebte Urlaubsort Algarve eine Hotelbelegungsrate von 52,5 Prozent – 40 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2019.

Madeira hat sich als eine der billigsten Urlaubsinseln herausgestellt, auf die man immer noch reisen kann, schlägt aber Griechenland und Italiens Inseln.

Viele europäische Reiseziele kämpfen mit der zweiten Welle des Coronavirus, was dazu führt, dass sie auf die Quarantäneliste gesetzt werden.

Inzwischen gibt es weniger als 10 Länder, die Briten besuchen können, ohne bei ihrer Ankunft oder Rückkehr in das Vereinigte Königreich unter Quarantäne gestellt zu werden.

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