Pam Hogg: Eine unvergessliche Legende der Modewelt verstorben
Die Nachricht vom Tod der legendären Designerin Pam Hogg hat heute die Modewelt erschüttert. Hogg, bekannt für ihre unerschütterliche Resilienz und ihre einzigartige Präsenz, hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird. Sie galt als eine wahre Ikone, deren Einfluss auf die Londoner Modeszene nicht zu überschätzen ist.
Ein Leben in der Mode und im Rampenlicht
Als die Nachricht von Hogg’s Tod bekannt wurde, erinnerte sich die Modeszene an eine Frau, die die Modewelt wie wenige andere prägte. Bevor die Designerin wirklich in ihren engeren Kreis trat, war sie für viele ein Mysterium. Für den Freund Andy Bradin und mich war sie jedoch schon damals eine fasziniert bewunderte Persönlichkeit. Wir versuchten alles, um in ihre legendären Shows zu kommen, bei denen sich die Schlange um das Gebäude schlängelte und der Front Row prominente Gäste wie Siouxsie Sioux und Nick Cave anzog.
Die erste wirkliche Begegnung mit Hogg fand dann in einer völlig anderen Kulisse statt: Bei einer Aftershow-Party in Mark Moores Club, wo sie zusammen mit der DJ-Künstlerin Princess Julia anwesend war. Genau zu der Zeit hatte ich mit meiner Band Disco Smack begonnen, und sie lud uns ein, in ihrer “Pussy Riot”-Show im Jahr 2014 mitzulaufen. Die Entscheidung, uns zu integrieren, war für mich ein Wendepunkt. Die Show „Courage“ wurde ein Meilenstein meiner Karriere, und die Atmosphäre war unvergesslich – von der politischen Brisanz bis hin zu der Intensität des Moments. In dem Moment, als wir die Show mit Hogg abschlossen, wusste ich, dass sich mein Leben und meine Karriere auf völlig neue Weise entwickeln würden.
Ihre Leidenschaft und ihr Engagement
Nach dieser Zusammenarbeit wurde Pam Hogg zu einer engen Freundin. Wir verbrachten gemeinsam viele Nächte auf den Straßen Londons, fuhren in Taxis mit Siouxsie Sioux und hörten Geschichten aus der wilden Ära der 70er Jahre. Ich ging regelmäßig zu ihren Shows und erinnere mich noch gut an das Gefühl der Verbundenheit mit all den tollen Frauen, mit denen sie zusammenarbeitete. Sie hatte immer die Fähigkeit, beeindruckende Persönlichkeiten wie Anita Pallenberg für ihre Shows zu gewinnen.
Hogg war eine der letzten Designerinnen, die noch jeden Aspekt ihrer Kollektionen mit eigenen Händen schuf. Abgesehen von wenigen Assistenten waren die Stücke jedes Mal direkt aus ihren Händen. Ihre Leidenschaft war in jeder Faser ihrer Arbeit zu spüren. Backstage war sie eine wahre „Hurrikan-Pam“ – klar, fokussiert und kompromisslos in ihren Erwartungen.
Eine der lustigeren Erinnerungen, die ich mit ihr teile, ist unsere Zeit als Komparsen im Film „Absolutely Fabulous“. Drei Tage verbrachten wir auf dem Set, tranken Champagner mit Patsy und erlebten die verrückte Welt hinter den Kulissen. Der Moment war surreal und ein echtes Highlight, das ich nie vergessen werde.
Pam Hogg war stets eine loyale Unterstützerin meiner Projekte. Egal, wie schlecht es ihr ging, sie war immer an meiner Seite, ob bei Clubnächten oder anderen Veranstaltungen. Diese Art von bedingungsloser Unterstützung war ein wertvolles Geschenk, das ich immer schätzte.
Zum Schluss bleibt sie eine der letzten wahren Punk-Ikonen, die nie den Kompromiss einging und ihre Kunst bis zum Ende treu blieb.