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Unterhaltung

Mariah Careys Olympisches Volare: Ein Pop-Moment der Harmonie in Mailand

Mailand, 6. Februar 2026 – Mit einer ergreifenden Interpretation des italienischen Klassikers „Volare“ hat Pop-Ikone Mariah Carey die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo geprägt. Vor zehntausenden Zuschauern im San Siro-Stadion und einem Millionenpublikum weltweit setzte die Sängerin damit einen emotionalen Höhepunkt der auf „Armonia“ (Harmonie) getrimmten Veranstaltung.

Der kreative Leiter der Zeremonie, Marco Balich, hatte im Januar prophezeit: „Sie wird viele von uns verzaubern.“ Carey löste dieses Versprechen ein, als sie in einem funkelnden weißen Abendkleid und mit einem federgeschmückten Stola im Spotlight stand. Ihr Auftritt begann nicht mit einem ihrer eigenen Hits, sondern mit Domenico Modugnos „Nel blu, dipinto di blu“. Wie von People und USA Today berichtet, brach das Publikum in Jubel aus, als Careys Stimme durch die italienischen Textzeilen schwebte und sie die berühmte Refrainzeile „Volare“ anstimmte. In Cortina stimmten Hunderte Fans lautstark mit ein.

Opern-Erbe und olympische Botschaft

Die Wahl der amerikanischen Superstarin, die keine italienischen Wurzeln hat, war bewusst getroffen worden. Das Organisationskomitee begründete seine Entscheidung bereits im Dezember damit, dass Carey „weltweit für ihre unverkennbare Stimme und ein musikalisches Erbe, das Generationen und Kulturen umspannt, anerkannt“ sei und „den emotionalen Geist der Spiele perfekt verkörpere“.

Dieser Verbindung liegt eine persönliche Geschichte zugrunde. Wie The New York Times berichtete, ist Careys Mutter Patricia eine am Juilliard ausgebildete Opernsängerin, die zu Hause oft Arien auf Italienisch übte. Carey selbst erinnerte sich in ihrer Autobiografie daran, ihrer Mutter im Alter von drei Jahren eine Passage aus Verdis „Rigoletto“ fehlerfrei auf Italienisch vorgesungen zu haben – der Moment, in dem ihre Mutter ihr musikalisches Talent erkannte. „Sie hatte geübt und einen Fehler gemacht. Sie hielt inne, und ich sang einfach die Zeile weiter, die sie sang“, erklärte Carey später in der Talkshow „Live! With Kelly and Mark“.

Nach „Volare“ wechselte Carey zu ihrer eigenen Hymne „Nothing Is Impossible“ aus dem Album „Here for It All“ von 2025. Die Textzeilen „‘Cause I dream a greater dream / I fight a greater fight / I overcome it all“ wirkten, wie Billboard und The Associated Press bemerkten, wie ein maßgeschneidertes Anthem für die versammelten Athleten.

Zweifache Olympische Flamme und universelle Sprache

Careys Performance war eingebettet in eine Feier, die Italiens künstlerisches Erbe in den Vordergrund stellte. Vor ihrem Auftritt hatten Tänzer als Engel den Bildhauer Antonio Canova geehrt und Darsteller mit Pappmaché-Köpfen die Komponisten Verdi, Rossini und Puccini porträtiert. Laut Olympics.com begann die Show mit einer filmischen Sequenz Italiens als Winterwunderland.

Erstmals in der Olympischen Geschichte wurden zwei olympische Feuer entzündet – eines in Mailand und eines in Cortina. Neben Carey traten der italienische Tenor Andrea Bocelli, die Sängerin Laura Pausini, der Schauspieler Pierfrancesco Favino und „The White Lotus“-Star Sabrina Impacciatore auf.

Es war nicht Careys erster großer Auftritt bei einem Sportevent. Sie sang die Nationalhymne beim Super Bowl 2002, trat beim US-Open-Finale der Frauen 2020 auf und ihr Song „100%“ war 2010 auf dem AT and T Team USA Soundtrack für die Winterspiele in Vancouver vertreten. Damals sagte sie in einer Pressemitteilung, die Spiele schafften „einmalige Momente für die ganze Welt“ und die Athleten böten „Hoffnung und Inspiration für jeden“.

Wie Town and Country anmerkte, war die Eröffnungsfeier 2026 intimier als einige spektakuläre Vorgänger. Das Komitee betonte, Musik sei eine „universelle Sprache“, die sich mit dem Thema Harmonie verflechte. Mit ihrem Auftritt, monatelang angekündigt und im Dezember 2025 via Instagram mit einem „See you in Milan!“ auf Italienisch beworben, gelang Carey genau das: ein verbindender Moment zwischen Kulturen und Generationen, der den olympischen Geist von Hoffnung und Einheit einfing.

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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