Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Twittersmash

Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

Unterhaltung

Lammy verrät London-Tipps: Von KFC-Leidenschaft bis zu geheimen Theatern

David Lammy, stellvertretender britischer Premierminister, gibt persönliche Einblicke in sein Londoner Leben. Dabei zeigt sich ein Politiker zwischen politischer Verantwortung und Alltagserinnerungen – von seiner ersten Anstellung bei KFC über die Liebe zum heimischen Fußballverein Tottenham Hotspur bis zu einem prägenden Vorfall in seiner Jugend.

Prägende Orte und persönliche Vorlieben

Ein zentraler Ort für Lammy ist der Lordship Recreation Ground in Tottenham. „Ich fühle mich dort am wohlsten und vertrautesten“, so Lammy. Auf der 1938 als „Model Traffic Area“ gebauten Anlage mit Miniatur-Kreisverkehren und Zebrastreifen lernte er als Kind Radfahren und brachte später seinen eigenen Kindern das Fahren dort bei. Ein weiterer regelmäßiger Ort für ihn ist der Parkland Walk, ein begrünter alter Bahndamm zwischen Finsbury Park und Highgate, wo er mit seinem Hund Silver spazieren geht und läuft.

Seine kulinarischen Vorlieben sind tief verwurzelt. Das beste Essen, das er kenne, komme von „Granny‘s Caribbean“ an der Stroud Green Road. Seine erste Arbeitsstelle hatte er dagegen im KFC am Tottenham High Road, wo er stets „Mystery Shopper“ fürchtete, die heimlich die Temperatur der Pommes kontrollierten. „Ich liebe frittiertes Hühnchen immer noch. Mein Personal muss mich davon abhalten, es ständig zu essen, sonst wäre ich wohl sehr rund“, gesteht Lammy.

Seine berufliche Inspiration ist sein Vorgänger im Wahlkreis, Bernie Grant, von dem er Geschichten kennt, dass er Geld an Bedürftige aus seiner eigenen Tasche gab. In seiner Freizeit schwärmt Lammy für das Theater, besonders für das kleine Park Theatre in Finsbury Park, das er als „Geheimtipp“ bezeichnet, und besucht mit seiner Familie jährlich das Hackney Empire.

Persönliche Erinnerungen und Alltagsroutinen

Lammys erster eigener Wohnsitz in London war eine Wohnung in Clapham South nach seinem Studienabschluss. Ein einschneidendes Erlebnis hatte er mit zwölf Jahren auf der Lawrence Road in Tottenham, wo er erstmals von der Polizei kontrolliert und durchsucht wurde – eine Erfahrung, die er als „sehr beängstigend“ beschreibt.

Im Alltag verlässt er sich auf Geschäfte in Crouch End und Umgebung: die Broadway Dry Cleaners, den Schuhladen Callis und den New Beacon Bookshop. Geschenke für seine Frau, die Künstlerin Nicola Green, deren Werke seine favorisierte Kunst sind, kauft er bei der Urban Flower Company. Seine Garderobe beschreibt er als „preppy casual“, eine Mischung aus Uniqlo und JD Sports.

Seine Sammlung umfasst über 100, vielleicht 150 Krawatten und Flaggen-Anstecker, die er in seiner Zeit als Außenminister erhielt. Wo er richtig abschalten kann, ist im Tottenham Hotspur Stadium. „Dort kann man mich an einem Samstag oder Sonntagnachmittag finden, wie ich schreie, brülle und gelegentlich aus vollem Halse fluche. Es macht Spaß, das manchmal mit dem Premierminister zu tun“, sagt Lammy. Als unverzichtbare App nennt er Uber Eats für späte Arbeitsabende, an denen er libanesisches Essen bestellt.

Avatar-Foto

Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert