Kunsthaus Kaufbeuren: Diese Ausstellung demonstriert die ganze Kraft der Farbe.

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Kunsthaus Kaufbeuren: Diese Ausstellung demonstriert die ganze Kraft der Farbe.

Mit Rupprecht Geiger und Shannon Finley prallen zwei Generationen von Konkreten Künstlern aufeinander. Die Schau verdeutlicht, warum dieses Genre seit langem zu den Favoriten der Moderne gehört.

Kunsthaus Kaufbeuren: Hier zeigt sich die ganze Kraft der Farbe.

Wenn man vor Rupprecht Geigers Arbeit mit der Zahl 666/73 steht, möchte man wie Galileo Galilei sagen: “Und doch bewegt es sich!” Hinter dieser sachlichen Bezeichnung, die an den Grandseigneur der Betonplastik erinnert, verbirgt sich ein ovaler Feuerball, vielleicht eine Sonne. Auf jeden Fall handelt es sich um ein farblich dichtes Bild mit subtilen orange-gelben und rosa Schattierungen, die eine starke Tiefenwirkung erzeugen. Mehr noch, das Oval scheint sich zu verschieben, zu pulsieren, wenn man es lange betrachtet.

Die Ausstellung über Shannon Finley und Rupprecht Geiger trägt den Titel “Licht – Farbe – Raum”.

Während die Anerkennung für die Gestaltung seiner Farbflächen Geiger, der 2009 im Alter von fast 100 Jahren verstarb, begeistert hätte, hätte ihn die gegenständliche Assoziation irritiert. Für den Rest seines Lebens arbeitete er daran, die Farbe gänzlich vom Objekt zu lösen und sie als eigenen schöpferischen Wert, als geistige Domäne für sich, zu emanzipieren.

Der 1974 in Kanada geborene Shannon Finley, der heute in Berlin lebt und arbeitet, ist einer derjenigen, die diese rigide Art der abstrakten Malerei weiterführen – allerdings mit eigenen Überzeugungen und Werkzeugen. Unter dem Titel “Licht – Farbe – Raum” hat das Kunsthaus Kaufbeuren eine Vielzahl von Werken beider Künstler in einer dialogischen Schau versammelt. Von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart wird diese Idee der Fokussierung auf Farbe informativ und sinnlich dargestellt.

“666/73”, ein Acrylgemälde von Rupprecht Geiger.

M.Wild Foto mit freundlicher Genehmigung der Galerie Walter Storms

Wer Wert auf eine chronologische Annäherung an die konkrete Kunst legt, für den haben die Kuratoren, Kunsthaus-Direktor Jan T. Wilms und sein Mitarbeiter Johannes Peter, dem frühen Rupprecht Geiger viel Raum im zweiten Stock der Ausstellungshalle gewidmet. Es ist schwer zu glauben…. Dies ist eine komprimierte Version der Informationen. Lesen Sie weiter in einer anderen Newsmeldung.

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