Jüdisches Museum in Berlin eröffnet Kindermuseum zur Arche Noah

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Strömender Regen, Wellen brechen und große Pfützen plätschern beim Betreten des neuen Kindermuseums im Jüdischen Museum in Berlin.Kein Wunder, denn die Ausstellung widmet sich der antiken Geschichte der Arche Noah und beginnt mitten in der biblischen Sintflut.

Kleine Kinder sind eingeladen, aktiv an Noahs Reise teilzunehmen, sobald sie die neue ANOHA-Kinderwelt betreten, die am Sonntag eröffnet wird.Sie können kleine Archen bauen, die sie auf einem „Sintflutsimulator“ schweben lassen oder helfen, 150 Tiere zu retten, die von über einem Dutzend Künstlern aus recycelten Materialien wie alten Löffeln, Espressomaschinen, Teppichstücken oder Fahrradkotflügeln geschaffen wurden.Sie können sogar die vorgetäuschten Exkremente der Tiere – dargestellt durch braune Filzkugeln – verwenden, um Pflanzen zu düngen.

Sie können auch mit einem riesigen Faultier kuscheln, durch den schlangenförmigen Körper einer Anakonda kriechen oder sich auf einem gelbäugigen Oktopus ausruhen.

Die runde, hölzerne Arche ist das Herzstück des Museums und ist 7 Meter hoch und 28 Meter breit.In seinem Herzen ist ein leerer Raum, in dem die Besucher eingeladen sind, sich hinzusetzen, zu verweilen und über die großen universellen Fragen des Lebens nachzudenken: über Gott und die Welt, Vergangenheit und Zukunft.

Am Ende des Rundgangs gibt es noch einmal Blicke auf die Erde, Felsen, die aus den zurückweichenden Fluten lauern und einen großen Regenbogen, auf den Kinder ihre Gedanken, Wünsche oder Sorgen schreiben können.

Das ANOHA-Museum wurde in einem ehemaligen Blumenmarkt gegenüber dem Hauptgebäude des Jüdischen Museums auf einer Fläche von 2.700 Quadratmetern (29.000 Quadratfuß) errichtet.Es sollte im Mai 2020 eröffnet werden, wurde jedoch durch die Coronavirus-Pandemie verzögert.

Während sich die Hauptausstellungen des Jüdischen Museums in erster Linie an Erwachsene und Jugendliche richten, richtet sich das Kindermuseum an die jüngsten Besucher, Kinder zwischen 3 und 10 Jahren.

„Wir haben versucht, immer auf dieKinder, als wir diese Welt erschufen“, sagte Ane Kleine-Engel, die Leiterin des Kindermuseums, gegenüber The Associated Press.„Von Anfang an waren die Kinder in die Entwicklung des Museums eingebunden und wir planen, sie auch in Zukunft als Co-Kuratorinnen an Bord zu behalten.“

Das Museum gibt den Kindern nicht nur viel Raum für Spiel und Kreativität, sondern versucht ihnen auch die Bedeutung des Schutzes des Planeten und der Artenvielfalt sowie der Bekämpfung des Klimawandels beizubringen.

„Wir möchten, dass die Kinder, wenn sie hierher kommen, auch über große Themen nachdenken“, sagt Kleine-Engel.„Wenn die Tiere an Bord der Arche kommen, können sie sich nicht aussuchen, wen sie mögen oder nicht mögen – alle müssen mitkommen, um zu überleben, niemand darf ausgeschlossen werden.“

Das Museum klärt auch Kinder über Gleichberechtigung und Vielfalt auf und versucht ihnen zu vermitteln, dass Rassismus, Antisemitismus und Ungleichheit keinen Platz in der Arche oder im wirklichen Leben haben sollten, fügte Kleine-Engel hinzu.

Und so können Kinder ganz praktisch dafür sorgen, dass auch die Kakerlaken, Ratten und Schlangen einen Platz auf der Arche Noah bekommen. Sie können sie auf den Schoß eines riesigen Orang-Utans legen, der sie behalten wirdsie davor, ins Wasser zu fallen.

Am Ende erhalten alle Tiere eine kostenlose Fahrt mit der Arche – ebenso wie die Kinder und ihre Eltern, die ebenfalls freien Eintritt ins Museum bekommen.

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