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Unterhaltung

Fernsehmoderatorin spricht offen über anfängliche Reue als Mutter

Die Moderatorin Ashley James hat in einem offenen Gespräch über ihre schwierige Anfangszeit als Mutter gesprochen und dabei Gefühle der Reue thematisiert, die in der öffentlichen Debatte oft tabuisiert werden. James, die als politische Korrespondentin für ITVs „This Morning“ arbeitet, erlebte nach der Geburt ihres ersten Kindes 2021 eine tiefe Krise.

In einem Interview mit „The Times“ sagte die 37-Jährige: „Ich liebte mein Baby, aber ich hasste mein Leben als Mutter.“ Sie schilderte, wie sie nach einer traumatischen Geburt und anhaltenden körperlichen Schmerzen auch ihre beruflichen Möglichkeiten schwinden sah und ihre Identität infrage stellte.

Der Druck des „glücklichen Ever-After“

James, die mit ihrem Partner Tommy Andrews und den beiden gemeinsamen Kindern Alfie (5) und Ava (2) lebt, gestand, sich wie ein „Monster“ gefühlt zu haben. „Wir werden gelehrt, dass Heirat und ein Baby das glückliche Ende bedeuten“, so James. Sie betonte jedoch den Unterschied zwischen der Liebe zu ihrem Kind und der Ablehnung der neuen Lebensrealität: „Man kann nicht einfach gehen, wie von einem Partner oder einem Job.“

Die ehemalige „Made in Chelsea“-Darstellerin hatte ihren Partner ursprünglich bei der Arbeit bei Abercrombie and Fitch kennengelernt. Ein Wiedersehen über eine Dating-App im Jahr 2019 führte schließlich, nur sechs Monate später, zu einer Schwangerschaft, die sie damals als „Schicksal“ empfand, obwohl sie eigentlich nie Kinder wollte.

In dieser Phase fühlte sie sich niedergeschlagen und hatte sogar suizidale Gedanken. „Ich hatte viel Zeit meines Lebens damit verbracht, mir einen Raum zu schaffen, und war nicht bereit, das aufzugeben“, erklärte sie. Diese ehrlichen Gefühle hat sie nun auch in ihrem Debütbuch „Bimbo: Ditch the Labels. Find Your Voice. Reclaim Your Confidence“ verarbeitet.

Alltägliche Spannungen und beruflicher Kontext

Neben den tiefgreifenden persönlichen Bekenntnissen erwähnte James auch eine leichtere, alltägliche Spannung in ihrem Berufsleben. Sie verriet, dass sie nicht zur Hochzeit ihres „This Morning“-Kollegen Nick Ferrari eingeladen war, obwohl sie ihn auf Instagram als ihren „Work Husband“ bezeichnet hatte. Als Moderatorin Alison Hammond sie während der Sendung nach einem möglichen Hochzeitsoutfit fragte, konterte James trocken: „Nun, ich gehe nicht zu Nicks Hochzeit, weil er mich nicht eingeladen hat.“

Ihre Aussagen unterstreichen die komplexe Realität vieler Eltern, die zwischen überwältigender Liebe für ihre Kinder und dem Verlust von Autonomie und Freiheit hin- und hergerissen sind. James‘ Offenheit zielt darauf ab, ein ehrlicheres Gespräch über Mutterschaft zu ermöglichen, jenseits von idealisierten Klischees.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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