Fans zweifeln am Erfolg von „Der Teufel trägt Prada 2“ nach erstem Trailer
Die Veröffentlichung des ersten Trailers zu „Der Teufel trägt Prada 2“ am vergangenen Montag hat bei den Fans der Kultkomödie von 2006 gemischte Gefühle ausgelöst. Während die Rückkehr von Miranda Priestly, Andy Sachs und Emily Charlton grundsätzlich begrüßt wird, zeigen sich viele Anhänger besorgt, dass der Sequel den besonderen Zauber des Originals verfehlen könnte. Der Film soll am 1. Mai 2026 in die Kinos kommen.
Neue Besetzung hinter der Kamera und düsterer Plot
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die angedeutete Handlung. Dem Trailer und der offiziellen Logline zufolge kämpft Miranda Priestly, die sich dem Ruhestand nähert, gegen ihre ehemalige Assistentin Emily Charlton, die nun zur Konkurrentin in der Medienbranche aufgestiegen ist. Ihr Streit entbrennt um Werbeeinnahmen in einer Zeit, in der Printmedien stark unter Druck stehen. Diese Grundstimmung wird als deutlich düsterer und weniger glamourös als im ersten Film wahrgenommen, der das schillernde Verlagsumfeld durch die Augen der unerfahrenen Andy Sachs zeigte.
Besondere Sorge löste eine Trailerszene aus, in der Miranda sich nicht mehr an Andy und Emily zu erinnern scheint. In Fan-Foren wie Reddit wird spekuliert, ob dies auf eine Demenzerkrankung der legendären Chefredakteurin hindeuten könnte. Viele finden die Vorstellung, eine solche Ikone geistig abbauen zu sehen, für eine Fortsetzung zu tragisch.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied zum Original ist der Wechsel beim Kostümdesign. Die legendäre Patricia Field, verantwortlich für die ikonischen Looks im ersten Film sowie in „Sex and the City“, kehrt nicht zurück. Sie hatte sich nach einer Beratertätigkeit für „Emily in Paris“ weitgehend aus dem Kostümdesign zurückgezogen. Die Verantwortung übernimmt stattdessen Molly Rogers, deren Arbeit an der umstrittenen „Sex and the City“-Fortsetzung „And Just Like That…“ bereits für Kontroversen sorgte. Rogers hat zwar gegenüber „Vogue“ betont, dass es im Sequel „keine Taubentaschen“ geben werde, doch die Assoziation mit einem bereits polarisierenden Follow-up lässt Fans aufhorchen.
Technische Veränderungen und ein verändertes Medienumfeld
Hinzu kommt ein technischer Wandel: Während der erste Film noch auf klassischem Film gedreht wurde, wird die Fortsetzung mit digitalen Kameras entstanden sein. Seit etwa 2019 beklagen Fachleute wie der Videograf George King oft ein „graues, ausgewaschenes Aussehen“ vieler digital produzierter Filme. Eine nachträgliche professionelle Farbkorrektur sei zwar möglich, „kommt aber zu einem Preis, einem sehr hohen Preis“, so King. Er gibt jedoch zu bedenken: „Nur weil es kein Wes-Anderson-Film ist, heißt das nicht, dass er nicht gut aussehen sollte.“
Die Handlung des Sequels spiegelt zudem den realen Niedergang der Printbranche wider – ein Thema, das, wie der Artikel anmerkt, „entschieden unsexy“ sei. Der Slogan aus dem ersten Film, „Eine Million Mädchen würden für diesen Job töten“, wirft im Jahr 2026 daher eine berechtigte Frage auf: Gilt der Glamour der Branche heute überhaupt noch? Die Antwort darauf bleibt dem Film vorbehalten.
Die Erfolgsfaktoren des Originals – die literarische Vorlage mit realem Hintergrund, das intensive Spiel der Starbesetzung, Fields Kostüme und die analoge Filmästhetik – scheinen im ersten Eindruck des Trailers nicht vollständig repliziert. Ob „Der Teufel trägt Prada 2“ dennoch den hohen Erwartungen gerecht wird, muss sich zeigen. Das Warten darauf endet am 1. Mai 2026.