Ex-Paar Price und Andre beendet öffentlichen Streit mit rechtlich bindender Vereinbarung
Das langjährig zerstrittene Ex-Paar Katie Price und Peter Andre hat seinen lautstarken Konflikt beigelegt. Beide posteten am 6. Februar eine identische, gemeinsame Erklärung auf ihren Instagram-Kanälen, in der sie ein Ende der gegenseitigen öffentlichen Anschuldigungen verkünden.
„Wir haben eine gegenseitige Vereinbarung getroffen, sowohl rechtlich als auch persönlich, die bestätigt, dass keiner von uns in Zukunft negativ über den anderen sprechen wird“, heißt es in dem Statement. Ziel sei es, „eine ruhige und unterstützende Umgebung für unsere Kinder zu schaffen“ und „die Tür zur Vergangenheit zu schließen“.
Ein Streit eskalierte bis vor Gericht
Diese Einigung markiert eine deutliche Wende nach einem besonders giftigen Disput im Sommer 2024, der beinahe zu weiteren Gerichtsverfahren geführt hätte. Der Konflikt entzündete sich an der Karriere der gemeinsamen Tochter Princess, 18, die wie ihr Bruder Junior, 20, vom Management von Peter Andre, der CAN Group, vertreten wird.
Katie Price, 47, hatte in einer Folge ihres Podcasts „The Katie Price Show“ heftige Vorwürfe erhoben. Sie erklärte, sie fühle sich „sehr, sehr, sehr verletzt“, dass Princess bereits mit 16 Jahren bei der Agentur unter Vertrag genommen wurde, die sie selbst nach der Trennung von Andre verlassen hatte. Price warf der Agentur vor, sie von beruflichen Aktivitäten ihrer Tochter auszuschließen – etwa von Fotoshootings oder Auftritten – mit der Begründung, „sie halten mich für Abschaum“.
Die Mutter von fünf Kindern sagte, sie sei nicht einmal in die ITV-Reality-Show ihrer Tochter, „The Princess Diaries“, eingeladen worden. „Ich war nicht willkommen“, klagte sie an und bat öffentlich um ein Gespräch mit Andre und seinem PR-Team.
Peters Reaktion folgte umgehend und war scharf. Im August 2024 brach der 52-Jährige sein langjähriges Schweigen und konterte auf Instagram mit schwerwiegenden Enthüllungen. Er schrieb, dass Junior und Princess aus Gründen, die „wohl dokumentiert“ seien, bereits 2018 in seine Obhut gekommen und bis zu ihrer Volljährigkeit bei ihm geblieben seien. Ein Familiengericht habe diese Regelung 2019 per einstweiliger Verfügung rechtlich bindend gemacht.
Andre verwies zudem auf zwei frühere Gerichtsfälle aus den Jahren 2011 und 2015, in denen Katie Price wegen falscher Behauptungen gegen ihn und sein Management verurteilt worden sei und Schadenersatz sowie Kosten habe zahlen müssen. „Dieselben Unwahrheiten werden heute wiederholt“, schrieb er und kündigte an, weitere „Lügen und haltlose Anschuldigungen“ in den kommenden Monaten anzugehen – eine klare Ankündigung rechtlicher Schritte.
Von der Eskalation zur Einigung
Die Situation schien weiter zu eskalieren. Ein Sprecher von Katie Price erwiderte damals, sie lasse die Sache nun „auf dem richtigen Weg“ von ihren Anwälten regeln und werde „nicht länger gaslighted und gemobbt“.
Umso überraschender ist nun die gemeinsame Kehrtwende. In der aktuellen Erklärung betonen beide, sie wollten „für unsere Kinder vereint dastehen“ und hofften auf den „Beginn einer positiven Beziehung“. Sie baten Medien und Öffentlichkeit um Verständnis.
Hinter der Versöhnung steht offenbar ein umfassender Deal, der sowohl die persönliche Ebene als auch rechtliche Aspekte abdeckt. Damit endet ein öffentlicher Rosenkrieg, der 2009 mit der Scheidung des 2005 geschlossenen Paares begann und über 17 Jahre die Schlagzeilen prägte. Ein kleiner, menschlicher Detail aus dem alten Streit bleibt dabei besonders in Erinnerung: Katie Prices Klage, als Mutter die alltäglichen Momente im Leben ihrer Kinder – wie Weihnachtsfeiern in der Schule oder Fußballspiele – verpasst zu haben, weil der Konflikt sie davon ausschloss.