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Unterhaltung

Dobermann-Hündin Penny triumphiert beim historischen 150. Westminster Dog Show

NEW YORK – Bei der 150. Auflage des Westminster Kennel Club Dog Shows hat ein Dobermann namens Penny den höchsten Preis gewonnen. Der Sieg der vierjährigen Hündin im Madison Square Garden markierte einen besonderen Moment für ihren erfahrenen Handler Andy Linton, der denselben Titel bereits 1989 mit einem Dobermann namens Indy errungen hatte. „Ich hatte mir Ziele gesetzt, und dies war eines davon“, sagte Linton sichtlich gerührt vor den Zuschauern.

Ein Feld voller Vielfalt und Rekorde

Der Wettbewerb um die Auszeichnung „Best in Show“ war außergewöhnlich stark. David Fitzpatrick, der selbst zweimal Westminster gewann und in diesem Jahr die Endrunde bewertete, bezeichnete das Finalfeld als „vielleicht die beste Aufstellung, die ich mir je vorstellen könnte“. Neben Penny gehörten dazu der Afghanische Windhund Zaida, der Lhasa Apso JJ, der Malteser Cookie, der Altenglische Schäferhund Graham, der Chesapeake Bay Retriever Cota und der Glatthaar-Foxterrier Wager.

Die zweitplatzierte „Reserve Best in Show“-Ehrung ging an den Chesapeake Bay Retriever Cota, der damit als erster Vertreter seiner Rasse dieses Niveau bei Westminster erreichte. Laut Associated Press hat noch nie ein Retriever den Hauptpreis gewonnen, während Dobermanns nun fünf Siege vorweisen können.

Die Veranstaltung, das nach dem Kentucky Derby zweitlängste ununterbrochen ausgetragene Sportereignis der USA, kehrte 2026 zum zweiten Mal nach der Pandemie an ihren traditionellen Ort zurück. Über 2.500 Hunde aus mehr als 200 Runden traten an.

Persönliche Geschichten und neue Rassen

Neben den etablierten Champions feierten auch neue Teilnehmer und Rassen Erfolge. Millie, ein Dänisch-Schwedischer Farmhund, schrieb Geschichte, da die Rasse erst in diesem Jahr für Westminster zugelassen wurde und sie sich gegen etwa zehn Artgenossen durchsetzte.

Die Leidenschaft der Besitzer stand im Mittelpunkt vieler Auftritte. Joseph Carrero, ein Bauarbeiter aus Nevada, erfüllte sich mit der Vorstellung seines Neapolitanischen Mastiffs Dezi einen Jugendtraum. „Es ist wirklich schwer für uns, das zu machen, aber wir genießen es, und er genießt es“, sagte er zu Reuters. Auch Natalee Ridenhour reiste mit ihrem Boerboel Invictus aus Texas an und betonte, der große Gewinn seien die vielen Streicheleinheiten für ihren Hund.

Im Semifinale sorgten andere Hunde für unvergessliche Momente: Ein haarloser Xoloitzcuintli namens Calaco erntete stürmischen Beifall, ein Vizsla hüpfte in die Werkzeugkiste seines Handlers, und ein Golden Retriever namens Oliver übertönte mit seinem Jubel fast den Stadionsprecher.

Pennis Co-Besitzer Greg Chan aus Toronto beschrieb die Siegerin als „sehr fordernd und sehr schlau“, aber auch als „eine Gefällige – sie tut alles für Futter“. Ihr Lieblingssnack? „Alles“, lachte Chan. Handler Linton fügte hinzu, die normalerweise „sehr gelassene“ Hündin könne sich „für einen Bösewicht. Oder ein Eichhörnchen“ ziemlich aufregen.

Mit diesem Sieg bei der 150. Jubiläumsausstellung schreibt Penny sich in die historische Siegerliste ein. Für Andy Linton, der sich im Herbst seiner Karriere befindet und mit Gesundheitsproblemen kämpft, war der Triumph ein besonders bewegender Höhepunkt. „Man kann es nicht auf eine Sache reduzieren“, resümierte er, „aber sie ist so ein großartiger Dobermann, wie ich ihn je gesehen habe.“

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Christoph Alexander Breyer

Christoph Alexander Breuer ist Redakteur und Analyst mit Schwerpunkt auf Sport und Finanzmärkte. Er berichtet über wirtschaftliche Hintergründe im Profisport, Unternehmensentwicklungen und Markttrends und ordnet komplexe Zusammenhänge verständlich für die Leser ein.

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