Die denkwürdigsten Momente der Grammy Awards 2026 – Cher, Missgeschicke und gewagte Outfits
Die 2026er Grammy Awards waren ein Abend voller Überraschungen und skurriler Momente, der am 1. Februar in Los Angeles stattfand. Die diesjährige Zeremonie wurde von aufregenden Siegen und humorvollen Einlagen begleitet, die den Abend prägten. Kendrick Lamar war der große Gewinner des Abends und sicherte sich zum zweiten Mal in Folge die meisten Auszeichnungen.
Billie Eilish konnte sich den Song des Jahres für ihren Hit „Wildflower“ sichern, während Kendrick Lamar und SZA für ihre Zusammenarbeit „Luther“ den Record of the Year gewannen. Bad Bunny wurde mit dem Album des Jahres für „Debí Tirar Más Foto“ ausgezeichnet, und Olivia Dean durfte sich über den Titel „Best New Artist“ freuen.
Cher sorgt für ein Missgeschick auf der Bühne
Ein unglücklicher Moment des Abends ereignete sich, als Cher auf die Bühne trat, um den Lifetime Achievement Award entgegenzunehmen. Die Musikikone, die mit dieser Auszeichnung geehrt wurde, brachte jedoch ein peinliches Missgeschick zustande, als sie versehentlich den verstorbenen Luther Vandross als Empfänger eines Awards ankündigte, der eigentlich für Kendrick Lamar gedacht war.
Im Moment der Preisverleihung für „Record of the Year“ bezeichnete Cher den Song als „Luther Vandross“, obwohl er ein Sample von Vandross’ „If This World Were Mine“ enthielt. Nachdem sie ihren Fehler bemerkt hatte, entschuldigte sich Cher schnell und sagte: „Oh, Kendrick, nein, Kendrick Lamar!“ Kendrick nahm die Panne mit Humor und widmete seinen Erfolg dem verstorbenen Künstler: „Luther Vandross ist einer meiner Lieblingskünstler, und die Gelegenheit, unsere Version dieses Songs zu machen, war etwas ganz Besonderes für mich“, erklärte er während seiner Dankesrede.
Extravaganzen auf dem roten Teppich
Die Mode auf dem roten Teppich zog ebenfalls zahlreiche Blicke auf sich. Heidi Klum sorgte mit einem durchsichtigen, hautengen Outfit für Aufsehen. Der 52-jährige Supermodel trug ein auffälliges Kleid, das an den Seiten geschnürt war und mit skulpturierten Details an Brust und Po verziert war. Die ungewöhnliche Wahl erregte viel Aufmerksamkeit und löste Diskussionen auf Social Media aus. „Was trägt Heidi Klum bei den Grammys?“, fragte sich ein Nutzer.
Auch Sängerin Chappell Roan stach mit ihrem Outfit hervor. Sie präsentierte sich in einem gewagten Kleid, das mit Nippelringen verziert war, was einige Zuschauer dazu veranlasste, zu fragen, ob das überhaupt legal sei. Ihre mutige Entscheidung sorgte für kontroverse Reaktionen, sowohl bei Fans als auch in den sozialen Medien.
Trevor Noah provoziert mit Humor
Grammys-Moderator Trevor Noah sorgte mit seinen bissigen Kommentaren für Lacher im Publikum. In seiner Eröffnungsansprache machte er einen spitzen Kommentar zu Nicki Minaj und ihrer seltsamen Verbindung zu Donald Trump. „Nicki Minaj ist nicht hier, sie ist noch im Weißen Haus mit Donald Trump und bespricht sehr wichtige Themen“, scherzte Noah und spielte dabei auf Minajs jüngste Unterstützung des ehemaligen US-Präsidenten an. Der Kommentar, bei dem Noah Trump imitierten, traf sicherlich einen Nerv bei den Zuschauern.
Doch nicht alle fanden die Witze von Noah lustig. Der frühere Präsident Donald Trump reagierte wütend auf die Bemerkungen und drohte, den Moderator zu verklagen. „Noah, ein totaler Loser, sollte seine Fakten besser kennen, sonst schicke ich ihm meine Anwälte“, schrieb Trump in einem post auf seiner Plattform.
Weitere denkwürdige Momente
Ein technisches Missgeschick überschattete die Performance von Alex Warren, der während seines Auftritts mit Tonproblemen in seinen In-Ear-Monitoren zu kämpfen hatte. Trotz der Schwierigkeiten zeigte sich der Künstler mit Humor und teilte ein Video, das die Probleme dokumentierte. „Das passiert nur mir“, kommentierte er das Missgeschick auf den sozialen Medien, doch seine Kollegen unterstützten ihn mit positiven Kommentaren.
Justin Bieber trat in einer eher unorthodoxen Art und Weise auf. Der Popstar, der nach einer vierjährigen Pause zurück auf der Grammy-Bühne war, hatte sich entschieden, nur in Boxershorts und ohne Hemd aufzutreten. Die Zuschauer reagierten überrascht und teilweise kritisch auf sein Outfit, mit Kommentaren wie „Justin, das sind die Grammys, nicht der Strand.“
Ein emotionaler Moment der Show war der Tribut an den verstorbenen Ozzy Osbourne. Seine Familie – Sharon, Jack und Kelly – war sichtlich bewegt, als der Rockmusiker nach seinem Tod geehrt wurde. Yungblud, der für seine Performance von „Changes“ den Preis für die beste Rockperformance gewann, widmete den Sieg seinem Idol und erinnerte sich an seine letzte Begegnung mit Osbourne.
Am Ende des Abends gab es einige Enttäuschungen, als Sängerin Manchild ihre Nominierungen für „Record of the Year“, „Song of the Year“ und „Album of the Year“ nicht gewinnen konnte. Kendrick Lamar, Billie Eilish und Bad Bunny nahmen die jeweiligen Trophäen entgegen, doch für viele war der Abend von unvergesslichen, unerwarteten Momenten geprägt, die ihn in die Geschichte der Grammy Awards eingehen lassen.