Bug Hall verlässt Hollywood und lebt nun ein autarkes Leben in Arkansas
Der Schauspieler Bug Hall, bekannt aus seiner Rolle als Alfalfa im Film „Die kleinen Strolche“ von 1994, hat das hektische Leben in Hollywood gegen ein deutlich beschaulicheres Dasein in den Ozarks eingetauscht. Der 40-Jährige lebt nun zusammen mit seiner Frau Jill und ihren fünf Kindern auf einem abgelegenen, autarken Grundstück nahe Mountain View in Arkansas. Dies markiert einen dramatischen Wandel, der nicht nur mit einem Wechsel des Wohnorts zu tun hat, sondern auch eine bewusste Abkehr von Materialismus und Ruhm zugunsten von Glauben, Familie und Selbstgenügsamkeit widerspiegelt.
Vom Ruhm zur Abgeschiedenheit
Hall, der sich selbst als „radikalen katholischen Extremisten“ bezeichnet, traf die Entscheidung, Hollywood zu verlassen, nach einer persönlichen Krise. Im Jahr 2020 wurde er in Texas wegen des Besitzes von Air-Duster-Dosen festgenommen, was jedoch zu keinen Anklagen führte. Der Vorfall, der mit seiner Rückkehr zu den Drogen und einem jahrelangen Kampf gegen Suchtprobleme zusammenfiel, war für Hall ein Wendepunkt. Rückblickend sagt er, dass er für diese Erfahrung sogar dankbar sei. „Gott musste mich etwas härter erschüttern, nehme ich an“, erklärte Hall in einem Interview mit der „Daily Mail“.
Als Konsequenz aus seinen persönlichen Erfahrungen gab Hall einen Großteil seines Vermögens und seiner Besitztümer auf, um sich mit seiner Familie nach Arkansas zurückzuziehen. Auf seinem neuen Grundstück lebt die Familie vorübergehend in einem Camper und nutzt einen Wasserbrunnen sowie einen Generator für die Grundversorgung. Hall arbeitet aktuell daran, ein eigenes Haus mit einer eigenen Hydroelektroanlage zu bauen, das innerhalb der nächsten sechs Monate vollständig autark sein soll.
Hall, der nach eigenen Angaben ein Gelübde der Armut abgelegt hat, hat seine Lebensweise drastisch verändert. „Mein Ziel ist es, ein Leben zu führen, das so frei von jeglichem Einkommensbedarf wie möglich ist“, sagte er. Falls finanzielle Notwendigkeiten auftauchen, nimmt er gelegentlich Gelegenheitsjobs an, um das Nötigste zu finanzieren.
Dieser Umstieg von einem Leben im Rampenlicht zu einem bescheidenen Leben in der Natur ist Teil eines größeren Trends unter Prominenten, die den Hollywood-Ruhm hinter sich lassen und nach einem einfacheren, erfüllteren Leben suchen. Beispiele wie Ellen DeGeneres, die in die Cotswolds nach Großbritannien zog, oder Tyra Banks, die nach Australien übersiedelte, zeigen, dass auch andere Prominente diese Art der Veränderung anstreben. Hall, dessen Hollywood-Karriere mit Rollen in Filmen wie „Get A Clue“ fortgesetzt wurde, scheint jedoch besonders konsequent in seiner Entscheidung, Abstand von allem zu gewinnen.
Ein neuer Lebensweg für die Familie
Hall und seine Frau haben sich auch entschieden, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten und sie von einer herkömmlichen schulischen Ausbildung fernzuhalten, die sie als „Unsinn“ abtun. Hall erklärte, dass sie ihre Kinder nicht dazu ermutigen würden, das College zu besuchen, sondern eine Ausbildung im Einklang mit ihren Glaubensvorstellungen und ihrer selbstgenügsamen Lebensweise anstreben. Auch ihre Kinder haben bereits Pläne für die Zukunft entwickelt: Eine der Töchter möchte ein Kloster auf dem Familiengrundstück gründen, während eine andere ihren Vater gebeten hat, ein Haus für sie und ihren zukünftigen Ehemann zu bauen.
Hall sieht seine Entscheidung, aus dem Rampenlicht auszutreten, nicht nur als eine Flucht vor den Herausforderungen der Unterhaltungsindustrie, sondern als einen Schritt hin zu einem Leben, das für ihn spirituell und moralisch mehr Sinn macht. „Ich wollte nicht einfach einen Job annehmen, um irgendwelche Produkte zu schaffen, um Menschen abzulenken“, sagte er. Stattdessen ist er nun ganz auf die Werte von Familie und Glaube fokussiert.
Ob dieses experimentelle Leben in völliger Abgeschiedenheit auf lange Sicht nachhaltig sein wird und ob Hall und seine Familie weiterhin ihren radikalen Lebensstil beibehalten, bleibt abzuwarten. Doch vorerst scheint der ehemalige Kinderschauspieler zufrieden mit seinem Entschluss, Ruhm gegen Glauben und materiellen Wohlstand gegen Überzeugungen einzutauschen.