Bafta 2026 Nominierungen: Rekorde und Entwicklungen im Blick
Die Bafta-Nominierungen für das Jahr 2026 bringen nicht nur die gewohnt starken Wettbewerber, sondern auch bemerkenswerte Rekorde und eine klare Sicht auf Trends in der Filmbranche. Insbesondere das Drama „Hamnet“ sticht hervor, indem es einen neuen Rekord aufstellt: Mit 11 Nominierungen ist es der Film mit den meisten Auszeichnungen für eine Regiearbeit von einer Frau.
Die führenden Filme
Die meisten Nominierungen gingen in diesem Jahr an „One Battle After Another“ mit insgesamt 14 Nominierungen. Es folgt „Sinners“ mit 13 Nominierungen. „Hamnet“ und „Marty Supreme“ erhielten jeweils 11 Nennungen. Weiterhin wurden „Frankenstein“ und „Sentimental Value“ jeweils mit 8 Nominierungen bedacht.
Diese sechs Filme haben auch die Oscar-Nominierungen dominiert, wenn auch in einer anderen Reihenfolge. „Sinners“ konnte bei den Oscars die meisten Nominierungen einheimsen – mit insgesamt 16, was einen neuen Rekord für die Oscars darstellt. Im Vergleich dazu liegt „One Battle After Another“ mit 13 Nominierungen auf dem zweiten Platz. Es ist bemerkenswert, dass „One Battle After Another“ nun mit 14 Bafta-Nominierungen ebenso viele Auszeichnungen wie „All Quiet on the Western Front“ im Jahr 2023 erhalten hat.
Die Filmbranche blickt mit Spannung auf die Nominierungen, da „One Battle After Another“ zwei Nominierungen mehr als der letztjährige Spitzenreiter „Conclave“ erhielt.
Geschlechterverteilung und historische Meilensteine
In Sachen Geschlechterverteilung spiegelt sich in den Nominierungen ein trendmäßiger Rückgang der Nominierungen für Frauen wider. Während 2022 noch die Hälfte der besten Regien von Frauen besetzt war, gibt es in diesem Jahr – ähnlich wie in den Jahren 2023 und 2024 – nur eine weibliche Nominierung: Chloe Zhao für „Hamnet“. Zhao ist erst die dritte Frau in der Geschichte der Bafta-Nominierungen, die für die beste Regie nominiert wurde. Zuvor waren es nur Kathryn Bigelow 2010 für „The Hurt Locker“ und Jane Campion 2022 für „The Power of the Dog“.
Mit insgesamt 11 Nominierungen stellt „Hamnet“ zudem einen weiteren Bafta-Rekord auf, indem es der Film mit den meisten Nominierungen für eine Regiearbeit von einer Frau ist.
Erstnominerte und ethnische Diversität
Von den 24 Nominierten in den darstellerischen Kategorien sind acht erstmals bei den Baftas vertreten. Dies ist ein starker Rückgang im Vergleich zu den 14 Erstnominierten im letzten Jahr und den 19 im Jahr 2022. Zu den Erstnominierten zählen unter anderem Josh Safdie und Ryan Coogler in der Kategorie Beste Regie für „Marty Supreme“ und „Sinners“.
Die ethnische Diversität unter den Nominierungen ist in diesem Jahr rückläufig. Nur vier der 24 Nominierungen in den darstellerischen Kategorien gehen an nicht-weiße Schauspieler. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von einem Nominierungsplatz. Besonders bemerkenswert ist die Nominierung von Michael B. Jordan (für „Sinners“) in der Kategorie Bester Schauspieler und Wunmi Mosaku (ebenfalls für „Sinners“) sowie Teyana Taylor (für „One Battle After Another“) in der Kategorie Beste Nebendarstellerin.
Auf der anderen Seite sind alle sechs Nominierungen in der Kategorie Bester Nebendarsteller männlich und weiß. Dies steht im Gegensatz zu den Entwicklungen von 2021, als 16 der 24 Nominierungen nicht-weiße Schauspieler betrafen.
Nationalitäten und die britische Beteiligung
Die diesjährigen Nominierungen spiegeln die internationale Reichweite der Filmindustrie wider. Es sind Schauspieler aus Australien, Irland, Norwegen, Puerto Rico, Schweden sowie Großbritannien und den USA vertreten. Besonders auffällig ist, dass in den vier Schauspielkategorien nur fünf der 24 Nominierten britische Staatsbürger sind. Dies bleibt im Vergleich zu den letzten drei Jahren konstant.
Besonders bemerkenswert ist das Fehlen britischer Schauspieler in der Kategorie Beste Schauspielerin, was erstmals seit 2020 der Fall ist. Robert Aramayo bleibt der einzige britische Nominierte in der Kategorie Bester Schauspieler, während Peter Mullan als einziger Brite in der Kategorie Bester Nebendarsteller nominiert wurde.
Für Großbritannien ist die Kategorie Beste Nebendarstellerin die stärkste, mit drei von sechs Nominierungen, die auf britische Schauspieler entfallen: Wunmi Mosaku („Sinners“), Carey Mulligan („The Ballad of Wallis Island“) und Emily Watson („Hamnet“).