Bad Bunny setzt ein starkes Zeichen bei den Grammys: Musikalische Geschichte und Protest gegen ICE
Der puerto-ricanische Superstar Bad Bunny hat bei der diesjährigen Grammy-Verleihung Geschichte geschrieben, indem er als erster Künstler den Preis für das „Album des Jahres“ für ein vollständig auf Spanisch gesungenes Album gewann. Mit seinem sechsten Studioalbum „Debi Tirar Mas Fotos“ setzte er einen bedeutenden Meilenstein in der Musikindustrie, gerade noch rechtzeitig, bevor er die Halbzeitshow des Super Bowls an diesem Wochenende eröffnen wird.
Protest gegen ICE und starke Botschaften der Künstler
Die Preisverleihung war nicht nur eine Feier musikalischer Erfolge, sondern auch ein starkes politisches Statement. Zahlreiche Grammy-Gewinner, darunter Billie Eilish und Olivia Dean, nutzten ihre Reden, um sich gegen die US-amerikanische Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) auszusprechen. Besonders Bad Bunny setzte ein klares Zeichen und forderte die ICE auf, die Städte der USA zu verlassen. Er erklärte: „Wir sind keine Barbaren, wir sind keine Tiere, wir sind keine Außerirdischen, wir sind Menschen und wir sind Amerikaner.“
Billie Eilish, die mit dem Song „Wildflower“ den Preis für den Song des Jahres gewann, trat zusammen mit ihrem Bruder Finneas auf die Bühne und trug ein „ICE Out“-Abzeichen. In ihrer emotionalen Rede sagte sie: „Niemand ist illegal auf gestohlenem Land.“ Diese Aussage war ein klares Zeichen gegen die aktuelle US-Politik und die Rolle von ICE bei der Behandlung von Migranten.
Olivia Dean, die den Preis für „Best New Artist“ gewann, widmete ihre Auszeichnung den Einwanderern und betonte ihre persönliche Verbindung zu dieser Thematik, da sie eine Enkelin eines Einwanderers sei. „Ich bin ein Produkt des Mutes“, erklärte die Sängerin und fügte hinzu, dass diese Menschen gefeiert werden sollten, „denn ohne sie wären wir nichts.“
Bad Bunny, dessen wahre Identität Benito Martinez Ocasio ist, nahm nicht nur den Preis für das „Album des Jahres“ entgegen, sondern auch den für das beste „Musica Urbana“-Album. In seiner Dankesrede erinnerte er an die Bedeutung von Liebe als stärkste Kraft gegen Hass. „Wenn wir kämpfen, müssen wir es mit Liebe tun“, betonte der Künstler, bevor er seine Rede auf Spanisch fortsetzte und das Preis dem „Volk, das ihre Heimat verlassen musste, um ihre Träume zu verfolgen“ widmete.
Die Grammy-Nacht war auch von anderen bemerkenswerten Momenten geprägt. SZA und Kendrick Lamar setzten sich bei den Rap-Kategorien durch, während Lady Gaga mit dem Preis für das beste Pop-Vokalalbum für „Mayhem“ geehrt wurde. Der Abend war von bemerkenswerten Auftritten begleitet, darunter Tyler, The Creator, der mit einem Ferrari F40 auf die Bühne fuhr, sowie Justin Bieber, der nach vier Jahren Abwesenheit von den Grammys mit einer emotionalen Performance zurückkehrte.
Der Protest gegen ICE wurde von mehreren Künstlern, darunter Joni Mitchell, Kehlani und Justin Vernon von Bon Iver, unterstützt, die ebenfalls „ICE Out“-Pins trugen. Vernon, der in seiner Rede den „Whistleblowern“ auf den Straßen von Minneapolis Tribut zollte, betonte, wie wichtig die Arbeit dieser legalen Beobachter sei. Kehlani, die ihre erste Grammy-Auszeichnung für „Best R