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Unterhaltung

Actionthriller „One Battle After Another“ führt die Bafta-Nominierungen an

Der Actionthriller „One Battle After Another“ dominiert die diesjährigen Bafta-Nominierungen mit insgesamt 14 Nennungen und gilt als Favorit für zahlreiche Oscar-Auszeichnungen. Die vom renommierten Regisseur Paul Thomas Anderson inszenierte Produktion wird von Kritikern als modernes Meisterwerk gefeiert.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Schauspieler Leonardo DiCaprio, der einen erschöpften Revolutionär namens Bob Ferguson spielt. Der von der Gesellschaft entfremdete ehemalige Aktivist lebt in Kalifornien und begibt sich auf eine verzweifelte Suche nach seiner verschwundenen Tochter Willa, die von Chase Infiniti verkörpert wird. Der Film basiert lose auf Thomas Pynchons Roman „Vineland“.

Die Erzählung beginnt mit Bob Fergusons Jugend, als er Teil einer militanten Aktivistengruppe ist, die migrantische Haftanstalten an der mexikanischen Grenze angreift. Gemeinsam mit seiner Partnerin Perfidia Beverly Hills, gespielt von Teyana Taylor, gerät er in einen Konflikt mit dem weißen Supremacisten und Militärführer Colonel Steven Lockjaw, der von Sean Penn dargestellt wird. Diese Auseinandersetzung führt zu einer jahrelangen Verfolgung und einem Racheakt, der Bob und Willa das Leben lang verfolgen wird.

Ein Film mit politischer Dimension

Sechszehn Jahre nach den Ereignissen ist Perfidia nicht mehr an Bobs Seite, und Willa hat sich dem Studium der Kampfkünste unter einem Sensei gespielt von Benicio Del Toro gewidmet. Willa hilft nun mexikanischen Migranten, die vor den Behörden fliehen müssen. Doch als Lockjaw erneut Jagd auf sie macht, wird Bob gezwungen, sich erneut seiner Vergangenheit zu stellen und nach seiner Tochter zu suchen.

Obwohl der Film nicht direkt politische Bewegungen wie MAGA oder die Immigration and Customs Enforcement (ICE) thematisiert, vermittelt er doch eine klare politische Botschaft. Die Geschichte spielt in einem Klima von Immigration und rassistischen Spannungen, ohne spezifische Namen oder politische Akteure zu benennen.

Für die Bafta-Auszeichnungen wurde DiCaprio in der Kategorie „Bester Schauspieler“ nominiert, während seine Kollegin Infiniti eine Nominierung als „Beste Schauspielerin“ erhielt – trotz ihrer Absenz bei den Oscars. Teyana Taylor wurde für ihre Rolle als beste Nebendarstellerin nominiert, während auch Sean Penn und Benicio Del Toro Chancen auf den Titel „Bester Nebendarsteller“ haben.

Der Film, der von Anderson auch geschrieben, produziert und inszeniert wurde, erhielt zudem Nominierungen in mehreren weiteren Kategorien, darunter „Bester Film“, „Beste Adaption des Drehbuchs“, „Casting“, „Kinematografie“, „Schnitt“, „Original-Soundtrack“, „Produktionsdesign“ und „Ton“.

Die Baftas werden am 22. Februar im Royal Festival Hall verliehen.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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