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Nachrichten aus Idstein, Hessen & Deutschland

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Unterhaltung

48 Stunden im Peak District: Wandern, Wildschwimmen und stilvoll übernachten

Die hügelige Landschaft des Peak District ist ein Paradies für Naturfreunde und Wanderer. Der Nationalpark, Englands erster, bietet ein wunderbares Zusammenspiel aus unberührter Natur, historischen Stätten und charmanten Unterkünften. In den letzten Jahren ist die Region bei Touristen beliebter geworden – jedoch nicht in dem Maße wie das benachbarte Lake District. In den rund 48 Stunden, die ich hier verbrachte, entdeckte ich unzählige Wanderwege, verlockende Schwimmpools und kulinarische Köstlichkeiten, die diese Gegend zu einem Geheimtipp machen.

Einmalige Wanderungen und erfrischende Schwimmstellen

Mein Aufenthalt begann in Youlgrave, einem charmanten Dorf im Peak District, das nicht nur für seine unberührte Natur, sondern auch für eine der besten Schwimmmöglichkeiten bekannt ist. Ein klarer, kalter Bach, der sich aus dem Gratton Moor speist, zieht sowohl Einheimische als auch Abenteurer an, die sich im Sommer in das erfrischende Wasser stürzen. Abseits des Frühlings und Sommers ist der Ort jedoch eine ruhige Oase. Wer das Schwimmen in der Natur liebt, kann auch die Gegend um Mam Tor und die Black Clough Wasserfälle besuchen, wo weitere idyllische Bademöglichkeiten auf Wanderer warten.

Neben den Schwimmstellen locken die endlosen Wanderwege des Peak District. Besonders zu empfehlen ist eine Wanderung zu Robin Hood’s Stride, einer markanten Felsenformation. Der Legende nach sprang Robin Hood einst von einem Felsen zum anderen – und auch ich konnte bei meiner Wanderung die Stille und Einsamkeit genießen, begleitet nur von einigen Rehen und Hasen. Ein weiteres Highlight ist der Besuch der Hermitage Cave, die mit einer Kreuzigungsszene verziert ist und die Geschichte dieses Ortes noch greifbarer macht.

Doch der Peak District hat noch mehr zu bieten: In den Frühjahrsmonaten wandern Tausende von Kröten zu den Teichen von Youlgrave, wo sie ihren Laich ablegen – ein faszinierendes Schauspiel, das die Besucher in seinen Bann zieht. Besonders für Naturfreunde ist diese Region ein Muss.

Gastronomische Erlebnisse im Herzen des Nationalparks

Kein Aufenthalt im Peak District wäre vollständig ohne einen Besuch in Bakewell, wo die berühmte Bakewell Pudding auf einen wartet. In der Old Original Bakewell Pudding Shop aus dem Jahr 1865 gibt es die authentische Version dieser süßen Spezialität, die mit Blätterteig, Erdbeermarmelade und einer Mandelnote besticht.

Wer sich nach einem herzhaften Mahl sehnt, sollte den Peacock in Rowsley nicht verpassen. Der traditionelle Pub serviert einen ausgezeichneten Sonntagsbraten, bei dem die Rinderbratenstücke perfekt gegart und mit knusprigen Kartoffeln serviert werden. Zum Nachtisch gibt es lokale Käsesorten und ein köstliches Ananas-Upside-Down-Sponge.

Für ein exklusiveres Erlebnis bietet das Cavendish Hotel in Baslow ein einzigartiges Abendessen im „Kitchen Table“. Hier können Gäste die Zubereitung eines Überraschungsmenüs durch die Köche beobachten und sich mit saisonalen Zutaten verwöhnen lassen.

Stylishe Unterkünfte: Vom Baumhaus bis zum luxuriösen Hotel

Die Unterkünfte im Peak District reichen von traditionellen Cottages bis hin zu modernen Luxusunterkünften. Besonders hervorzuheben ist Wildhive Callow Hall, ein prächtiges Anwesen nahe der Stadt Ashbourne. Hier können Gäste entweder in einem stilvollen Zimmer im Haupthaus oder in einem der 11 „Hives“, gemütlichen Holzhütten, übernachten. Wer es besonders exklusiv mag, kann in einem der beiden Baumhäuser übernachten, die mit Badewannen auf der Terrasse ausgestattet sind.

Insgesamt bietet das Wildhive Callow Hall eine perfekte Mischung aus naturverbundenem Luxus und heimeligem Komfort. Die saisonalen Menüs im Restaurant „The Garden Room“ nutzen frische Produkte von lokalen Bauern und bieten Gerichte wie Wildschwein mit Wildkräutern und geschmorten Rinderbraten, die mit feinen Aromen und Geschmacksnoten überzeugen.

Für Cocktailliebhaber gibt es im Wildhive Callow Hall eine Auswahl kreativer Getränke, darunter der „Mardy Rum“ aus der White Peak Distillery, die in Derbyshire ansässig ist. Ein echtes Highlight – aber die Preise sind durchaus vergleichbar mit denen in den besten Cocktailbars Londons.

Historische Stätten und mystische Steinkreise

Der Peak District ist nicht nur ein Paradies für Naturfreunde, sondern auch ein Ort voller Geschichte. Ein interessanter Halt ist der mysteriöse Steinkreis von Nine Stones Close, auch bekannt als die „Grey Ladies“. Der Ursprung dieses antiken Kreises bleibt bis heute ein Rätsel. Wer noch weiter in die Geschichte eintauchen möchte, sollte Arbor Low besuchen, ein noch beeindruckenderer Steinkreis, der 6.000 Jahre alt ist und unter den Denkmalschutz fällt.

Darüber hinaus lohnt sich ein Besuch der imposanten Chatsworth House, dem Sitz des Herzoges und der Herzogin von Devonshire. Das Anwesen ist nicht nur für seine Kunstsammlungen bekannt, sondern auch für die prächtigen Gärten, die rund um das Anwesen angelegt sind. Ein weiteres Highlight ist Haddon Hall, ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Architektur, das vor allem Naturliebhaber durch seinen 14 Hektar großen Hirschpark begeistert.

Ob als Wanderer, Schwimmer oder Kulturinteressierter – der Peak District hat für jeden etwas zu bieten. Von historischen Stätten über unberührte Natur bis hin zu einzigartigen kulinarischen Erlebnissen ist dieser Nationalpark der perfekte Ort, um 48 Stunden abzutauchen und sich von der Schönheit Englands verzaubern zu lassen.

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Thomas Kufus

Thomas Kufus ist Redakteur und Medienanalyst mit Schwerpunkt auf Film, Kultur und digitale Medien. Er schreibt über internationale Kino- und Streamingtrends sowie über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Medienbranche.

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