Schmerzensgeld nach einer Suppenkatastrophe im Flugzeug in der Business Class?

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Schmerzensgeld nach einer Suppenkatastrophe im Flugzeug in der Business Class?

Eine Frau verbrennt sich im Flugzeug mit heißer Suppe die Brust und gibt der Fluggesellschaft die Schuld. Ist das nicht richtig?

Schmerzensgeld nach einem Flugsuppen-Unfall?

Am 10. Juni wird es eine partielle Sonnenfinsternis geben.

Wer sich im Flugzeug an einer heißen Suppe verbrüht, hat nicht automatisch Anspruch auf Schmerzensgeld. Es kommt auf das Mitverschulden des Fluggastes an: Wer selbst schuld ist, hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld.

Das zeigt eine Entscheidung des Landgerichts Köln (Az.: 21 O 299/20), auf die das Rechtsportal des Deutschen Anwaltvereins (DAV), anwaltauskunft.de, aufmerksam macht.

In dem entschiedenen Fall flog die Klägerin in der Business Class von München nach New York. Zum Abendessen wurde ihr eine Suppe in einer Porzellanschale auf einem Tablett serviert. Durch einen Unfall, dessen genaue Umstände nicht bekannt sind, ergoss sich die Suppe in den Brustbereich der Passagierin und fügte ihr Verbrennungen zweiten Grades zu. Nach der Landung begab sich die Frau in ein Krankenhaus.

Die Passagierin reichte vor Gericht Klage ein und forderte Schmerzensgeld. Sie behauptete, sie habe gerade gesessen und die Porzellanschüssel in die linke Hand genommen, um den Abstand zwischen ihren Lippen und dem Löffel in der rechten Hand so kurz wie möglich zu halten. Die Schüssel sei jedoch so heiß gewesen, dass sie sie hastig abstellen musste. Die Frau hatte sich in dieser Situation einen Ruck gegeben. Die heiße Flüssigkeit floss daraufhin in ihr Dekolleté. Der Kläger äußerte seine Unzufriedenheit über die mangelnde Hilfe an Bord und nach der Landung.

Die Frau musste sich jedoch ein Überwiegen des Mitverschuldens zurechnen lassen, so das Gericht. Die Klägerin habe in einer ungünstig liegenden Position ihre Suppe gegessen, die nicht zu heiß gewesen sei. Anders seien die Verbrennungen nicht zu erklären gewesen. Die angeblich unzureichende und verspätete Behandlung der Verletzungen der Klägerin an Bord habe nicht zu einem zusätzlichen Schaden geführt.

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