Lissabon ist wegen einer Delta-Variante bis zum 21. Juni geschlossen.

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Lissabon ist wegen einer Delta-Variante bis zum 21. Juni geschlossen.

Um das Land vor der Ausbreitung der Delta-Variante zu schützen, haben die portugiesischen Behörden drastische Maßnahmen ergriffen und unter anderem den gesamten Großraum Lissabon abgesperrt. Was bedeutet das für die Besucher?

Wegen der Delta-Variante wurde Lissabon abgesperrt.

Am 10. Juni wird es eine partielle Sonnenfinsternis geben.

Lissabon ist wegen eines beunruhigenden Ausbruchs des Coronavirus vom Delta-Typ für zweieinhalb Tage geschlossen. Die 2,8 Millionen Einwohner der portugiesischen Stadt dürfen den Großraum Lissabon von Freitagnachmittag (16.00 Uhr MESZ) bis Montagmorgen (6.00 Uhr) nur aus wichtigem Grund verlassen. Nicht-Einwohnern ist der Zutritt nur in seltenen Fällen gestattet.

Touristen, die für einen Urlaub in einem anderen Teil des Landes nach Lissabon kommen, sowie Besucher, die nach Hause zurückkehren, sind davon nicht betroffen. Wer hingegen am Wochenende an einem anderen Ort verweilt, darf als Tourist nicht nach Lissabon einreisen.

Premierminister Ant3nio Costa wies Beschwerden zurück, die Maßnahme sei angesichts der immer noch ruhigen Lage des Landes zu hart. Bei einem Besuch in Brügge erklärte er, die Abriegelung sei notwendig. “Die Pandemie wird zurückkehren, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.”

Die Behörden führen einen Anstieg der Virusfälle in den vergangenen Tagen auf die Delta-Variante zurück, die zunächst in Indien entdeckt wurde. Am Donnerstag wurde in Lissabon mit 928 Neuinfektionen in weniger als 24 Stunden ein neuer Höchststand seit dem 19. Februar erreicht. Das waren etwa 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle (1233). In der “Area Metropolitana” von Lissabon leben aber nur etwa 27 Prozent der 10,3 Millionen Einwohner Portugals.

“Es ist nicht einfach, solche Maßnahmen zu ergreifen, aber es erschien uns unerlässlich, damit sich die Situation, die derzeit in Lissabon herrscht, nicht auf das ganze Land ausweitet”, sagte Präsidialministerin Mariana Vieira da Silva. Ob die Abriegelung an den kommenden Wochenenden wiederholt wird, soll nach Angaben der Zentralregierung kurzfristig entschieden werden.

Portugal, einst ein Hotspot, hatte im Winter erfolgreich gegen die Corona gekämpft und im Frühjahr zeitweise mit die niedrigsten Werte in Europa verzeichnet. Der Ausnahmezustand zur Eindämmung der Pandemie war deshalb am 1. Mai nach fünfeinhalb Monaten beendet worden. Die landesweite 14-Tage-Inzidenz stieg jedoch innerhalb weniger Wochen von 55 auf 87, so die EU-Agentur ECDC.

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Stellungnahmen von Costa

Mitteilung der portugiesischen Regierung

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