In Brandenburg herrscht Uneinigkeit darüber, wer für den Corona-Impfstoff verantwortlich ist.

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In Brandenburg herrscht Uneinigkeit darüber, wer für den Corona-Impfstoff verantwortlich ist.

Potsdam ist eine Stadt in Deutschland. Auch in Brandenburg streiten Vertragsärzte und die Landesregierung darüber, wer für die SARS-CoV-2-Impfung zuständig ist, unter anderem wegen unzureichender Impfstoffversorgung der Arztpraxen.

So haben die Ärzte in Brandenburg nach Angaben des Kassenärztlichen Bundesverbandes noch nicht die gewünschte Menge an Coronavirus-Impfstoff (KVBB) erhalten. Bereits abgerechnete Termine mussten abgesagt werden.

Die KVBB wies den Vorwurf zurück, die Ärzte hätten den Impfstoff nicht abgesetzt oder in ihren Praxen länger gelagert. Es wurde darauf hingewiesen, dass ein Abwälzen der Verantwortung nicht zulässig ist. Für die Impflogistik seien allein die staatlichen Stellen verantwortlich.

Brandenburgs Innenminister Michael Stbgen (CDU) hatte zuvor in den Potsdamer Neuesten Nachrichten von Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme von Arztpraxen gesprochen. Die KVBB müsse aber dafür sorgen, dass der für Brandenburg verfügbare Impfstoff so schnell wie möglich abgerufen und verabreicht werde. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Erik Stohn hatte in dieser Woche gesagt, dass der Impfschutz in den Praxen nicht auf der Höhe der Zeit sei.

Nachdem beide Politiker auf die Ergebnisse reagiert hatten, wurden zehntausend Impfdosen nicht bestellt. Die entsprechende Studie des Paul-Ehrlich-Instituts gibt nach Angaben der KVBB nicht den Bedarf der Praxen an, sondern die Lieferung vom Großhandel an die Apotheken. Die Praxen setzten den Impfstoff nicht mehr komplett, sondern nur noch für wenige Tage ein.

Karin Harre, die Vorsitzende der Landesärztekammer, glaubt nicht, dass der Impfstoff nicht abgerufen wurde. “Das kann nicht sein”, sagt die Ärztin. Sie ist jedoch über die Praxis des Einkaufs und der Verteilung von Impfstoffen erstaunt. Lange Zeit sei das unklar gewesen.

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