Ferien im Tessin, Schweiz: Das Tal des reifenden Schinkens und des Käses

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Ferien im Tessin, Schweiz: Das Tal des reifenden Schinkens und des Käses

Viele Reisende lassen die Leventina auf dem Weg zum Gotthardtunnel links liegen. Doch für Feinschmecker ist das Tessin ein wahrer Fund.

Tessin-Urlaub: das Tal des reifenden Schinkens und des Käses

Airolo ist zum Verlassen da, was grausam klingt, aber wahr ist. Selten verbringt jemand mehr als eine oder zwei Nächte in diesem Tessiner Ort. Dann werden die Gäste vom Gotthardtunnel verschluckt, der sie nach 17 Kilometern im Kanton Uri wieder entlässt. Noch bevor sie das Licht am Tunnelausgang erblicken, haben die meisten Airolo schon wieder vergessen.

Es ist schwierig, im Schatten einer Touristenattraktion zu leben: Man sieht Reisende kommen und gehen, aber man geht mit leeren Händen. Auch wenn man genauer hinschauen muss, hat der Ort, der nach dem gleichnamigen Tal auch Leventina genannt wird, mehr zu bieten als das, was man aus dem Autofenster sieht.

Hans Bandi steht vor einem der jahrhundertealten, grauen Steinhäuser von Airolo, die dem Ort an nebligen Tagen eine ahnungsvolle Atmosphäre verleihen. Bandi wurde in dem Dorf geboren, was vielleicht erklärt, warum er es nicht einfach als “einen Ort zum Schlafen für zwei Stunden” akzeptiert. Er eröffnete seine Osteria “Tremola San Gottardo” vor drei Jahren als einen Ort, an dem man gerne länger bleiben würde – nicht nur, weil das Essen hervorragend ist.

Für Radfahrer ist die alte Gotthardroute ein Anziehungspunkt.

Der Mann mit dem dichten grauen Bart gerät ins Schwärmen, wenn er spricht. Er behauptet, dass eines der schönsten Skigebiete des Tessins direkt vor seiner Haustür liegt. Bandi erklärt: “Es ist klein, aber es ist schwer.” Und dann ist da noch die Tremola, eine klassische Gotthardroute, die vor allem bei Radfahrern beliebt ist: 300 Höhenmeter, 24 Kehren und vier Kilometer auf Kopfsteinpflaster. “Diese Strecke zu fahren, ist für viele ein Traum”, erklärt Bandi.

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